Nachhaltigkeit in der Gastronomie

Das heißdiskutierte Thema Nachhaltigkeit ist aktueller den je. Doch nicht nur der Umweltschutz spielt dabei eine große Rolle, sondern auch Bereiche wie Mitarbeiterverantwortung und Waste-Management.
In diesem Artikel zeigen wir dir alles, was du zum Thema Nachhaltigkeit in der Gastronomie wissen musst und wie du daraus Vorteile ziehen kannst. 

Ein Artikel von Patrick Schady

Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Für diesen Begriff gibt es derzeit viele unterschiedliche Auffassungen. Den wohl treffendsten liefert die Bundeszentrale für politische Bildung: „Nachhaltigkeit bedeutet nicht Gewinne zu erwirtschaften, die dann in Umwelt- und Sozialprojekte fließen, sondern Gewinne bereits umwelt- und sozialverträglich zu erwirtschaften.
Wer somit den nachkommenden Generationen ein zukunftsfähiges ökologisches, soziales und ökonomisches Umfeld bieten will, soll ganzheitlich denken und handeln

Nachhaltigkeit in der Gastronomie

Im Bereich Nachhaltigkeit ist die Gastronomie nicht so untätig, wie es zunächst den Anschein hat. Viele Restaurants, vor allem in Berlin, setzen auf Nachhaltigkeit in ihrem Betrieb und das sehr erfolgreich. 

So will jeder zweite Gastronom in den nächsten Jahren ein eigenes Waste-Management aufbauen, um Abfälle zu reduzieren sowie um Ressourcen einzusparen.

Zudem steigen jetzt schon die Anforderungen der Gäste an die Gastronomie. So finden laut einer Studie der YouGoV 79% der Befragten Nachhaltigkeit wichtig. An oberster Stelle stehen dabei Müllvermeidung, regionale sowie vegane Produkte.

Vorteile der Nachhaltigkeit für die Gastronomie

Vom positiven Image bis hin zur Kostensenkung, Nachhaltigkeit kann in der Gastronomie viele Vorteile mit sich bringen.

Energie sparen, Kosten und den CO2-Fußabdruck senken

Der Energieverbrauch spielt bei der Nachhaltigkeit eine große Rolle. Mittlerweile setzen ca. 80% der Gastronomen hocheffiziente, energiesparende Geräte ein. Die Investitionen dafür lohnen sich, da auf längere Sicht die gesparten Energiekosten größer sind als die Kosten der Investitionen.

Waste-Management

Lebensmittelverschwendung ist ein Problem, mit dem sich die Gastronomie schon immer herumplagt. Um gegen die Verschwendung vorzugehen, gibt es Apps wie bspw. Mealsave. Mit diesen Apps kannst du die übriggebliebenen Lebensmittel am Ende des Tages weiterverkaufen oder spenden. Neben den guten Zweck, kannst du dabei auch für positive Aufmerksamkeit auf deinen Social Media-Kanälen sorgen.

Zudem kannst du umweltfreundliche Take-away-Verpackungen einsetzten. Diese lassen sich recyceln oder kompostieren und basieren auf nachwachsenden Rohstoffen. Bis 2020 will die Mehrheit der gastronomischen Betriebe auf solche Verpackungen setzen. 

Nachhaltigkeit in der Mitarbeiterführung

Nachhaltigkeit sollte auch bei deinen Mitarbeitern nicht zu kurz kommen. Denn eine hohe Mitarbeiterfluktuation kostet nicht nur viel Geld, sondern auch Zeit. Es muss ja auch die nächste Generation an Gastronomen gesichert werden. Für Auszubildende ist die Gastronomie meistens ein unattraktiver Arbeitsplatz. Das liegt zum einen an der geringen Bezahlung zum anderen aber auch an den schlechten Arbeitsbedingungen. 

Durch die folgenden Punkte kannst du für bessere Arbeitsbedingungen sorgen:

  • Weiterbildungsmaßnahmen
  • Attraktive Löhne
  • Geregelter Dienstplan

Mehr Nachhaltigkeit durch Förderprogramme 

Das Bundesamt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bietet verschiedene Fördermöglichkeiten an:

  • Energieberatung
  • Berufsbildung
  • Unternehmensberatung

Zudem bietet die KfW vergünstigte Darlehen für umweltbewusste Investitionen, wie bspw. den Ausbau von Solaranlagen an. 

Fazit – Fit für die Zukunft

Nachhaltigkeit betrifft viele Bereiche der Gastronomie. Nicht nur deine Gäste erwarten von dir nachhaltiges Handeln, sondern auch deine Mitarbeiter. Müllvermeidung und das Sparen von Energie durch effiziente Geräte können dabei deinen Geldbeutel entlasten. So sparst du am Ende des Tages einiges an Kosten an und sorgst für eine bessere Zukunft.

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