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Marketing in der Gastronomie: Tipps für mehr Erfolg

Chips - Digitales aus der Gastro

Jährlich besuchen Millionen Gäste die rund 158.000 Gastronomiebetriebe in Deutschland. Gastronomie Marketing ist ein wichtiges Mittel, um mehr Gäste zu gewinnen und sich gegenüber Mitbewerbern durchzusetzen. Steigende Kosten, Personalmangel, saisonale Einbrüche und Wirtschaftskrisen machen der Gastronomiebranche zu schaffen. Mit einer Marketingstrategie fürs Restaurant kannst du es schaffen, jeder Krise zu trotzen. Tipps fürs Online-Marketing sowie 4 Fehler, die du unbedingt vermeiden solltest, in diesem Beitrag.

Ein Artikel von Max Falkenstern

Marketing Mix Gastronomie – Worauf es bei Restaurants ankommt

Marketing Mix in der Gastronomie nach dem SAVE-Modell der Harvard Business School

Was macht einen guten Marketing-Mix in der Gastronomie aus? Das häufig zitierte 4P-Modell (Product, Price, Place, Promotion) gilt gemeinhin als überholt. Denn es stammt aus den 1960er Jahren und damit aus einer Zeit ohne digitale Vertriebskanäle. Letztere haben die Kundenerwartungen jedoch maßgeblich verändert. Unternehmen sind gut damit beraten, den Fokus von sich und ihren Leistungen hin deutlicher auf ihre Gäste zu legen.

Unsere Betrachtung basiert daher auf dem sogenannten SAVE-Modell (2013) der renommierten Harvard Business School, speziell von uns adaptiert für Restaurants.

  1. Angebot (Original: „Solution“) – Die Originalstudie zielt auf Produkte ab, die Nutzern eine Problemlösung anbieten. Das ist das Maß aller Dinge. Dieses Schema auf Restaurants zu übertragen, erscheint zunächst gar nicht so leicht. Fakt ist: Wenn wir ins Lokal gehen, wollen wir beim guten Essen eine schöne Zeit erleben. Eine Speisekarte mit klarer Linie und sichtbarem Konzept sowie ein Service, der Gäste durch Empfehlungen aktiv dabei unterstützt, ein schönes Restauranterlebnis zu haben, zahlen konkret in den unternehmerischen Erfolg ein!
  2. Zugang (Original: Access) – Ein Restaurant mag lokal an einem Standort verortet sein. Doch in einer zunehmend digitalisierten Welt sind Online-Kanäle, die Eingangspforte zu gastronomischen Angeboten.
    • Dein Ziel als Restaurantbetreiber muss darin bestehen, mit deinem Lokal möglichst dort präsent zu sein, wo deine Gäste sind. Hierzu zählen bspw. das Google-Unternehmensprofil, Facebook, Instagram und die eigene Restaurant-Webseite.
    • Der Zugang zu deinen Leistungen muss möglichst niedrigschwellig sein; in diesem Kontext reduzieren ein Online-Reservierungssystem und die digitale Speisekarte den Kundenaufwand für Tischbuchung und Essensbestellung erheblich.
  3. Mehrwert (Original: Value) – Worin besteht der Mehrwert für den Gast? Erfolgreiche Restaurants haben diese Frage für sich beantwortet. Eine hohe Qualität von Gerichten und Service dürfte vermutlich jedes Lokal für sich in Anspruch nehmen, aber empfinden das auch die Gäste so?
    • Klarer USP: Wo liegt das klare Alleinstellungsmerkmal gegenüber Mitbewerbern? Wer Gäste vom Mehrwert seines Angebots überzeugt, hat gute Argumente in der Hand, um Preisanpassungen durchzusetzen, ohne Gäste zu vergraulen. Denn für den Gast gibt es keine Alternative, möchte er den Mehrwert weiterhin erfahren.
  4. Edutainment (Original: Education) – Das Harvard-Modell zielt auf die Vermittlung von Bildung und Wissen ab, das für Kunden einen Mehrwert generieren soll. Im Grunde geht’s aber darum, Inhalte für Interessenten zu erstellen, mit denen sie sich bereitwillig beschäftigen.
    • Auch die Gastronomie sollte ihr Angebot nicht mit der Brechstange verkaufen: „Reserviere deinen Tisch“ oder „Übrigens, wir liefern unsere Gerichte jetzt aus“. Solche und ähnliche Botschaften führen effektiver zur gewünschten Nutzerhandlung, wenn sie in einem ungezwungenen Kontext stattfinden.

Wachstumsfaktoren im Gastronomie Marketing: 4 Hebel für mehr Umsatz

Wachstumsfaktoren für erfolgreiches Gastronomie Marketing

In der Gastronomie gibt es 4 Maßnahmen, seinen Umsatz zu erhöhen:

  1. Die Gästeanzahl erhöhen
  2. Die Kundenbindung verbessern
  3. Den Umsatz pro Tisch steigern
  4. Die Besuchshäufigkeit erhöhen

Hierbei kann man alle 4 Punkte wie eine Kette betrachten, die nur so stark ist wie ihr schwächstes Glied.

Im Schnitt kostet es 7 Mal mehr, einen Kunden zu gewinnen, als diesen zu halten. Es ist somit eine einfache Rechnung: Einen Neukunden zu akquirieren kostet bspw. 14 Euro, ihn ans Lokal zu binden hingegen 2 Euro. Erhöhst du nun die Besuchshäufigkeit und den Pro-Tisch-Umsatz, steigt dein Gewinn beträchtlich an.

Wie das funktioniert, erfährst du im Folgenden.

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Tipp: Bei resmio sind viele praktischen Tools fürs Restaurant Marketing wie ein Gutscheinsystem und ein Feedbackmanager bereits inkludiert.

Anzahl der Gäste erhöhen

Um als Restaurant neue Gäste zu erreichen, stehen dir heutzutage zahlreiche Möglichkeiten offen.

Du kannst …

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Aus der Praxis: Unsere 7 bewährte Tipps für mehr Gäste im Restaurant gehen detaillierter auf die einzelnen Maßnahmen ein.

Kundenbindung als Marketinginstrument

Wie eingangs erwähnt, ist die Neukundenakquise für Restaurants deutlich kostspieliger, als bestehende Gäste zu halten. Gleichwohl ist Kundenbindung in der Gastronomie nach unseren Beobachtungen meist eher eine Randnotiz.

Dabei gibt es auch hier zahlreiche Möglichkeiten, die Bindung zu seinen Gästen zu verbessern:

  • E-Mail-Marketing: Wer datenschutzkonform eine Kontaktliste seiner treuen Gäste aufbaut, kann diese bequem mit E-Mail-Newslettern über aktuelle Angebote wie die neue Speisekarte informieren. Stammgäste haben eine hohe Wiederbesuchsquote.
  • Umsichtiger Service: Menschen kaufen bei Menschen. Erfolgreiche Restaurants investieren in sympathische Servicekräfte, nicht nur Tellerbringer. Ein erstklassiges Arbeitsklima, echte Mitarbeiterbenefits und gezielte Verkaufsschulungen schaffen das perfekte Umfeld dafür.
  • Bonusclubs, Stempel- bzw. Kundenkarten: Treueprogramme haben einen nachweislichen Effekt auf die Kundenbindung – solange der Gegenwert stimmt, versteht sich! Weil die Rabattaktionen an dein Lokal gebunden sind, schaffen sie eine Wechselbarriere. Der Gast kommt lieber zu dir.
  • Events: „Get-together“-Angebote wie gemeinsame Kochkurse, Weinverkostungen und Gin-Tastings schaffen einzigartige Momente, nach denen viele Gäste suchen. Entscheidend bei der Event-Planung sind die Nähe zu deinem Konzept und einfache Wiederholbarkeit.
  • Personalisierte Angebote, bspw. Gutscheine zum Geburtstag.

Jeder gewonnene Stammgast stabilisiert den Restaurantbetrieb. Denn so gebundene Kunden sind eher bereit, dein Lokal erneut zu besuchen und es weiterzuempfehlen. Obendrein zeichnen Stammkunden eine höhere Kaufbereitschaft und Preistoleranz aus.

Du siehst also, Kundenbindung ist im Marketing-Mix überlebenswichtig!

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Unsere Lese-Empfehlung: Einen detaillierten Überblick über Strategien für eine bessere Kundenbindung in der Gastro findest du im verlinkten Beitrag.

Umsatz pro Tisch steigern: So kurbelst du den Mehrverkauf an

Um den Pro-Tisch-Umsatz zu erhöhen, sind zwei Faktoren entscheidend. Zum einen dein Servicepersonal und zum anderen deine Speisekarte. Das Personal ist deine Umsatzharpune. Eine verkaufsoptimierte Speisekarte ist die Voraussetzung für den Erfolg.

Gastfreundschaft und guter Service am Tisch gehören zum guten Ton und wirken sich positiv aufs Trinkgeld deiner Mitarbeiter aus.

Noch wichtiger ist allerdings, dein Servicepersonal im Verkauf zu schulen. Erst durch aktive Empfehlungen (etwa durch das Anbieten einer Vorspeise, einen guten Wein zum Essen usw.) steigerst du den Pro-Tisch-Umsatz.

In dem Kontext müssen deine Mitarbeiter lernen, Gäste gezielt (ohne Anschwatzen) zu einer Kaufentscheidung zu führen (suggestive Verkaufstechniken). Hat der Gast nach der Empfehlung das Gefühl, eine tolle Wahl getroffen zu haben, resultiert das in höherer Kundenzufriedenheit. Der Service wird als hochwertig wahrgenommen.

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Durchschnittsbon maximieren: Techniken und Strategien erklären wir ausführlicher im Beitrag Umsatz steigern in der Gastro.

Besuchshäufigkeit steigern – Mehr Gäste für deine Gastronomie

Angebotszeiten Online-Reservierungstool von resmio
Buchungstool mit Angebotszeiten verknüpfen: Das lenkt den Gastfokus auf spannende Promotionen und kann so die Auslastung an bestimmten Zeitfenstern verbessern.

Wie häufig ein Gast in deine Gastronomie kommt, ist an die Kundenbindung geknüpft. Logisch: Zufriedene Gäste, die deine Speisen und deinen Service kennen und schätzen gelernt haben, kehren eher wieder. Dennoch ist aktives Gastro Marketing unerlässlich, um die Besuchshäufigkeit zu steigern.

Warum?

Weil’s häufig einen freundlichen „Stupser“ braucht, um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen.

Incentivierung lautet das Zauberwort, also gezielt positiv gesetzte Anreize für den Wiederbesuch.

Maßnahmen für mehr wiederkehrende Gäste sind …

  • … regelmäßige Events und Veranstaltungen (Konzerte, Themenabende, Mottopartys)
  • … Rabatte (20 % auf alle Cocktails)prominent für den Gast sichtbar über dein Reservierungswidget
  • … kostenlose Zugaben (mittwochs Bruschetta zu zwei Hauptgerichten gratis)
  • … Willkommensprämien für Neukunden (Espresso aufs Haus beim nächsten Besuch)
  • … wechselnde/saisonale Speisen (Wochenkarte, Ostermenü)

Für wirkungsvolle Restaurantswerbung nutze dabei alle dir zur Verfügung stehenden Offline- wie Online-Kanäle. So erreichst du viele Gäste, um sie auf deine Aktionen hinzuweisen.


Online-Marketing für die Gastronomie: Diese Kanäle bringen Gäste

Übersicht Online Marketing für die Gastronomie
Zielgerichete Online-Marketing-Maßnahmen für die Gastronomie

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist das Internet das Medium der Wahl. Über kein anderes Medium erreichen Restaurants heutzutage einfacher und schneller neue Gäste. Vor diesem Hintergrund ist Online-Marketing für die Gastronomie ein wichtiges Puzzlestück im Marketing-Mix.

Einige Zahlen und Fakten, die den Stellenwert von Online-Marketing für Restaurants unterstreichen:

Die Statistiken lassen den Schluss zu:

Wer online kein Marketing für seine Gastronomie betreibt, lässt demnach ein riesengroßes Tortenstück links liegen. Und hat keinen Zugang zur wertvollsten Ressource im 21. Jahrhundert: den Kundendaten.

Erst die Gästedaten machen den Einsatz nachweislich wirksamer Kundenbindungsmaßnahmen (bspw. über E-Mail-Newsletter) möglich.

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Bei Buchungs- und Lieferserviceplattform liegt die Datenhochheit ebenso wie bei Social-Media-Plattformen bei den Betreibern. Darauf basieren ihre Geschäftsmodelle. Umso wichtiger, sich davon zumindest ein Stück weit zu befreien.

Der Einstieg ins „Data Game“ ist leichter, als viele Gastronomen mitunter annehmen: Ein Reservierungs- und Managementsystem reicht bereits aus, um Gästedaten automatisiert zu sammeln und schlussendlich zielgerichtet für Online-Marketing-Maßnahmen einzusetzen.

Wenn’s um die Konzeption einer Online-Marketingstrategie fürs Restaurant geht, dürfen die nachfolgenden Pfeile in keinem Köcher fehlen:

Social-Media-Marketing – kostenlose Reichweite, auch ohne Haken?!

An Facebook, Instagram und TikTok führt kein Weg vorbei. Aufgrund ihrer gewaltigen Nutzerbasis sind diese sozialen Netzwerke ein Muss für Restaurants. Da diese Plattformen kostenfrei sind und der Zugang so zu potenziellen Interessenten und Kunden einfach ist, unterhalten die meisten Betriebe einen Social-Media-Auftritt.

Ein Wermutstropfen: Seit Jahren beschränkt der Mutterkonzern Meta die Reichweite für Unternehmen. Ohne Werbebudget lässt sich nur ein Bruchteil der tatsächlichen Zielgruppe erreichen. Hinzu kommt ein starker Wettbewerbsdruck, ausgehend von konkurrierenden Beiträgen anderer Unternehmen sowie Freunden und Familie.

Erfolgreiche Restaurants auf Social Media benötigen einen langen Atem, eine klare Content-Strategie und zumindest für die Startphase ein Anzeigenbudget. Ansonsten verkommt Social-Media-Marketing in deiner Gastronomie nur zu seinem Nebenprodukt.

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Wie du effektiv Social Media für dein Gastro Marketing verwenden kannst, erfährst du in unserem Beitrag Social-Media-Marketing.

Email-Marketing: Gäste zum Wiederbesuch animieren

Kundenbindung in der Gastronomie durch E-Mail-Marketing-Software von resmio
Einige Gastronomen fremdeln noch mit E-Mail-Marketing. Abhilfe schafft etwa die von resmio speziell für die Gastro zugeschnittene E-Mail-Newsletter Software. Einfacher Versand, automatischer Aufbau einer Kontaktliste.

Auf den sozialen Kanälen sind die meisten Restaurants präsent. Email-Marketing fristet in der Gastronomie hingegen ein stiefmütterliches Dasein. Dabei ist der Newsletter-Versand eines der effektivsten Instrumente zur Kundenbindung.

Und E-Mail-Werbung beeinflusst Kaufentscheidungen: 6 von 10 Verbrauchern geben an, nach einem Mailing eine entgeltpflichtige Leistung in Anspruch genommen zu haben.

Für viele Gastronomen waren die Einstiegshürden ins E-Mail-Marketing bisher das Problem. Das Teilen von Inhalten auf Facebook und Instagram erscheint als Unternehmen deutlich leichter.

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Aus der Praxis:Moderne Online-Reservierungssysteme mit direkt angebundener Newsletter-Software nehmen dir hier aber viel Arbeit ab. So gelingt der Aufbau einer Kontaktliste mit Stammgästen vollautomatisch.

Eigene Webseite – Pflicht in der Gastronomie

Reservierungen, Bestellungen, Gutscheinverkäufe: Moderne Restaurant-Webseiten sind Verkaufsmagneten.

Eine eigene, zeitgemäße Webseite für sein Restaurant, Café oder seine Bar ist ein absolutes Muss in der Gastronomie. Über deinen Internetauftritt gewinnen deine Gäste nicht nur einen ersten Eindruck vom Ambiente und Speisen in deinem Lokal. Moderne Websites unterstützen zusätzlich im Verkauf – und zwar so:

  • Volle Tische durch Reservierungstool: Es macht einen erheblichen Unterschied für deine Auslastung (erfahrungsgemäß bis zu 30 % mehr Reservierungen), wenn Gäste einfach und bequem einen Tisch über deine Webseite buchen können.
  • Turbo für dein Abhol- und Liefergeschäft: Ein Gast bestellt direkt über die auf der Seite eingebundene digitale Speisekarte, Wunschgerichte zur Mitnahme oder Lieferung. Die Bezahlung erfolgt digital und ohne Aufwände für dich. Das ist ein wertvolles Zusatzgeschäft für die meisten Restaurants.
  • Mehr Umsatz durch Gutscheinsystem: Der Verkauf digitaler Gutscheine direkt über die Webseite ist eine vergleichsweise risikofreie Option für Gastronomen, ihre Umsätze zu steigern.
  • Personalsuche: Eine zeitgemäße Homepage unterstützt auch bei der Bewerberakquise für Service und Küche, denn sie ist häufig erster Anlaufpunkt für potenzielle Kandidaten.

Neue Gästegruppen lassen sich erschließen, indem du über einen integrierten Restaurant Blog auf deiner Webseite, hochwertige Inhalte und spannende Neuigkeiten teilst.

Bezahlte Werbung für Restaurants: Google Ads und Meta Ads

ergleich: Bezahlte Werbung fürs Restaurant über Google Ads und Meta Ads
Welcher Werbekanal für was? Wenn du bezahlte Werbung in der Gastronomie schalten möchtest, solltest du die Unterschiede kennen.

Restaurantwerbung auf Google und Meta (Facebook/Instagram) schalten – ein Thema, bei dem sich traditionelle Gastronomen erfahrungsgemäß schwer tun.

Wir können’s verstehen. Denn zur Wahrheit gehört: Wo echtes Geld im Spiel ist, besteht immer auch das Restrisiko, es für wenig Ertrag zu verfeuern. Gleichzeitig birgt bezahlte Werbung für Restaurants enorme Chancen. Kein Kanal kann in kürzester Zeit so viel Aufmerksamkeit und Reichweite fürs Angebot wecken.

Wie groß das Werbebudget ist, spielt dabei eine Nebenrolle. Entscheidender ist der Mut, sich bezahlter Werbung in der Gastronomie strukturiert anzunähern. Bloß nicht einfach blind starten, sondern im Bewusstsein um Kanäle, Werbeangebot, Zielgruppe und woran du Erfolg misst.

Deshalb hier ein kompakter 5-Punkte-Fahrplan für erfolgreiche Restaurantwerbung:

  1. Die Wahl des Werbekanals: Google Ads greift vorhandene Nachfrage ab. Jemand sucht nach einem tollen Italiener an deinem Restaurantstandort, wir können eine Kaufabsicht unterstellen. Gleichzeitig sind die Suchanfragen in deinem Einzugsgebiet gedeckelt. Im Unterschied dazu erzeugt Meta Ads (Facebook, Instagram) Nachfrage. Niemand sucht aktiv, du unterbrichst mit deiner Anzeige das Scrollen durch den Feed. Daraus lässt sich die Faustregel ableiten: Google Ads ist eine perfekte Stütze für den laufenden Betrieb, während Meta für begrenzte Anlässe wie Neueröffnungen, Deals und Events ideal ist.
  2. Die Zielseite als Fundament: Bezahlte Klicks brauchen ein Ziel, deine Webseite mit Reservierungswidget. Gäste sollen eine gewünschte Handlung vornehmen, also führe sie dorthin. Weil der Gast von heute vornehmlich übers Smartphone kauft, muss diese Zielseite auf mobile Endgeräte zugeschnitten sein. Schnelle Ladezeiten, das Widget ohne Scrollen abrufbar – sind diese Voraussetzungen erfüllt, klappt’s auch mit vollen Tischen!
  3. Werbung an Angebot koppeln: Mache nicht den Fehler und bewirb „einfach nur dein Lokal“! Du zielst am Valentinstag auf Paare ab? Dann sollten die Werbeanzeigen und vor allem deine Zielseite genau dieses Angebot abbilden. Es hilft, die Gastperspektive einzunehmen: Welche Argumente würden Pärchen überzeugen, bei dir zu reservieren? Welche Fragen könnten sie haben, die ihre Entscheidung beeinflussen könnten (etwa Menüauswahl, Ablauf, Aufenthaltsdauer, Tischdeko, optionale Services …)?
  4. Die Messlatte für Werbeerfolg setzen: Du zahlst für Klicks, doch die harte Währung sind Reservierungen. Das setzt voraus, dass Buchungen überhaupt messbar sind. Mit resmio kannst du über den Google Tag Manager erfolgreiche Reservierungen als Conversion markieren, und so sehen, ob deine Anzeigen tatsächlich Gäste gebracht haben.
  5. Die Werbekosten einpreisen: Ein pauschaler Wert lässt sich nicht verlässlich ermitteln. Es müssen aber nicht gleich vierstellige Monatsbudgets sein. 300–500 Euro/Monat können bereits ein guter Startpunkt sein. Was Werbung in der Gastronomie kostet, hängt vor allem vom Wettbewerb und deinem Standort ab. Im wettbewerbsintensiven München gibt’s mehr potenzielle Gäste zu erreichen, doch du zahlst hier mehr pro Klick. Im 40km entfernten Freising sind Klicks günstiger, jedoch auch das Gastvolumen schneller ausgeschöpft.
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Viele weitere Tipps zum Thema Suchmaschinenwerbung für Restaurants haben wir in einem gesonderten Beitrag zusammengetragen.

Influencer Marketing – Wenn Foodblogger für Restaurants werben

Bei einigen Gastronomen möglicherweise verpönt, genießen sie vor allem bei der jüngeren Zielgruppe, der Generation Z, großes Vertrauen: Influencer bzw. Foodblogger haben einen nicht zu unterschätzenden Einfluss.

In einer viel zitierten Studie gaben 73 % der befragten Gruppe (Millenials und Gen Z) an, in den vergangenen 90 Tagen ein Restaurant nach einer Bewertung durch Dritte auf Social Media besucht zu haben. Für mehr als die Hälfte ist Social Media bereits die erste Anlaufstelle auf der Suche nach neuen Foodspots und verdrängt damit Google.

Fakt ist: Influencer können Restaurantbetrieben durch ihre Reichweite beim Marketing helfen. Durch Ihre Empfehlungen („Citations“) und Querverweise (sogenannte Backlinks) für deine Webseite steigerst du die Sichtbarkeit deiner Marke enorm.

Influencer Marketing ist damit vor allem für Gastronomen spannend, die alle anderen oben vorgestellten Marketingmaßnahmen bereits ausgeschöpft haben.

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Was du über die Blogger wissen musst, erfährst du im Beitrag Foodblogger ziehen Gäste ans Land.

Checkliste Gastronomie Marketing: 4 Fehler, die du vermeiden solltest

Fehler sind ärgerlich und kostspielig. So verhält es sich auch im Marketing.

Im Folgenden erfährst du, welche Fehler du für dein Gastro-Marketing unbedingt vermeiden solltest.

Einseitige Fokussierung ❌ – Der Marketing-Mix macht’s

Eine Webseite? Brauche ich doch nicht, ich hab’ schon Instagram! Solche einseitigen Kanalentscheidungen sind im Gastronomie Marketing riskant.

Denn im Fall von Facebook, Instagram und Co. unterwirfst du dich automatisch den Gesetzmäßigkeiten von Plattformen, deren Algorithmen sich jederzeit (zu deinen unternehmerischen Ungunsten) ändern können. Das ist bei sozialen Kanälen längst sogar schon geschehen, hier haben es neue Restaurants ohne große Anzeigentöpfe im Kampf um Aufmerksamkeit extrem schwer.

Was heißt das also für deine Marketingstrategie?

Wir raten zur Diversifizierung im Marketing Mix! Denn dadurch minimierst du mögliche Risiken. Sein Restaurant kostenlos auf Google listen zu lassen, ist super! Eine zusätzliche Webseite für dein Lokal, über die du volle Handhabe hast und die du jederzeit erweitern kannst, ist sogar noch besser.

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Aus der Praxis: Wer über eine Reservierungssoftware wie resmio aktiv Gästedaten gewinnt, behält die unternehmerische Kontrolle übers Geschäft – unabhängig davon, was bei Facebook, Instagram und Google in Zukunft passiert! .

Zahlen nicht im Blick haben ❌

Was kostet mich ein Gast? Diese Kennzahl ist wichtig für das Gastronomie Marketing, wird jedoch gemeinhin missinterpretiert. Anstatt den lebenslangen Kundenwert zu betrachten, schauen sich Restaurantinhaber mitunter nur den Tischumsatz eines Abends isoliert an.

Ein Beispiel: Über eine Werbeanzeige gewinnst du eine Reservierung. Sie hat dich effektiv 50 € Werbebudget gekostet. Der Gast gibt am Tisch für Speisen und Getränke insgesamt 35 € aus.

Ein Minusgeschäft? Nicht unbedingt, denn der Blick ist kurz gedacht.

Die sinnvollere Schlussfolgerung wäre es, das langfristige Kundenpotenzial zu betrachten. Ein gelungener Abend in deinem Restaurant schafft einen Stammgast. Kommt er 4x im Jahr und lässt dabei jeweils 35 € Umsatz bei dir, sind das schon jährlich 280 € Umsatz bei einer einmaligen Anzeigeninvestition von 50 €.

Dein Fokus sollte ergo in der Gastzufriedenheit liegen. Zufriedene Gäste kommen eher wieder. Sie stützen deinen Betrieb, auch in Krisenzeiten. Anstelle, Werbeinvestitionen 1:1 auf den tatsächlichen Umsatz umzulegen, tracke besser, welche Kanäle dir neue Gäste bringen, und bewerte sie nicht nach dem ersten Abend.

Falsche Zielgruppe für dein Restaurant ❌

Wenn du dich im Vorfeld im Businessplan für deine Gastronomie mit deinen zukünftigen „Wunschgästen“ beschäftigt hast, weißt du: Gäste sind nicht gleich Gäste. Jedes Restaurant, Café oder jede Bar setzt einen Fokus auf eine bestimmte oder mehrere Zielgruppen.

Wer alle Kunden anspricht, spricht am Ende niemanden an.

In das Restaurantmarketing übersetzt bedeutet das, jene Maßnahmen, Botschaften und Kanäle auszuwählen, die mit höherer Wahrscheinlichkeit deine gewünschten Gästegruppen auch ansprechen.

Lass uns die Fehlerquellen mal anhand zweier konkreter Beispiele skizzieren:

  • Beispiel #1 – fehlerhafte regionale Verortung: Ein Lokal am Stadtrand schaltet überregional Werbung auf Facebook und Instagram. Da eine geografische Eingrenzung fehlt, kommen die Besuche über die Werbeanzeige aus ganz Deutschland. Das Budget wird für Klicks von Nutzern verbrannt, für die der Restaurantbesuch aufgrund räumlicher Distanz gar nicht infrage käme.
  • Beispiel #2 – Konzept passt nicht zum Kanal: Ein rustikales Wirtshaus in einer kleinen Gemeinde setzt auf hoch ästhetische Fotos und Reels auf Instagram. Doch die eigentliche Zielgruppe im Einzugsraum, allen voran Stammgäste, Einheimische und ältere Laufkundschaft, ist auf diesen Plattformen kaum unterwegs. Die Marketingaktivitäten laufen praktisch ins Leere.

Im Online-Marketing lassen sich Zielgruppen gezielt segmentieren und akquirieren. Voraussetzung dafür, dass deine Werbeanzeigen funktionieren, ist aber immer eine moderne Webseite mitsamt Reservierungstool. Andernfalls wirst du die teuer gekauften Besucher nicht in echte Gäste konvertieren können!

Kein System zur Gästedatenerfassung ❌

Ohne Gästedaten bleiben Marketingkampagnen in der Gastronomie wenig nachhaltig. Du fütterst Plattformen wie Facebook, Instagram oder Google mit Geld und erhältst im Gegenzug neue Gäste, die dein Restaurant besuchen. Das mag deine Auslastung kurzfristig verbessern, zwingt dich möglicherweise aber einige Wochen später wieder, Werbebudget nachzuschießen.

Sofern du nicht gleichzeitig datenschutzkonform Kontaktdaten deiner Gäste akquirierst, bleibt der Erfolg also nur von kurzer Dauer.

Hier offenbart sich ein strukturelles (und teures) Problem: Du zahlst immer wieder für die Neugewinnung der gleichen Zielgruppe, anstatt bekannte Stammgäste kostengünstig für einen Wiederbesuch zu reaktivieren.

Vorausschauende Gastronomen setzen daher bewusst auf eine Gästemanagement Software, die natürlich ans Reservierungssystem angedockt ist. Auf diesem Weg sammelst du über die meisten Buchungen automatisch Kontaktdaten deiner Gäste und kannst diese dann datenschutzkonform mit passgenauen E-Mail-Angeboten bespielen.

Dieser Ansatz ist mittel- bis langfristig effektiver als Online-Werbung und macht dich unabhängiger von Plattforminteressen.

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Fazit – Erfolgreiches Gastronomie Marketing

Für ein erfolgreiches Marketing brauchst du als Gastronom einen klaren Marketingplan mit einer abgestimmten Marketingstrategie. Nutze alle hier vier vorgestellten Wachstumsfaktoren sowie das Internet (Google, professionelle Restaurant-Webseite plus Social Media) für Neukundenakquise und Stammgästebindung.

Für einen kurzfristigen Reichweitenschub kannst du Werbeanzeigen schalten, solltest hier aber nicht in typische Fallen tappen. Die Auswahl der richtigen Zielgruppen und geografische Begrenzungen sind entscheidend, um das Budget nicht unnötig zu verbrennen.

Für nachhaltige Erfolge ist Kundenbindung essenziell, denn treue Gäste unterstützen dein Lokal auch in Krisenzeiten. Mit zielgenauen E-Mail-Newslettern, Treueprogrammen und attraktiven Events lassen sich Gäste langfristig an deine Gastronomie binden. Wir wünschen dir dabei jeden erdenklichen Erfolg.

Nützliche Links

Hinweis zum Umgang mit gendergerechter Sprache: Aus Gründen der Lesbarkeit verwenden wir in unseren Magazinbeiträgen das generische Maskulinum. Gemeint sind jedoch immer alle Geschlechter (m/w/d).

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Themen: Digitalisierung|Gäste gewinnen|Marketing

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