Backlinks für Restaurant Webseite aufbauen – Tipps an Gastronomen

Chips - Digitales aus der Gastronomie

Neben relevanten Inhalten sind hochwertige Backlinks entscheidend für eine Platzierung der Restaurant Webseite in den oberen Suchergebnissen von Google, Bing und Konsorten. Aber was ist unter einem Backlink überhaupt zu verstehen? Welche Vorteile gewinne ich dadurch? Und wie können Gastronomen mit einem begrenzten Zeitbudget effektives Linkbuilding betreiben?

Ein Beitrag von Max Falkenstern

Inhaltsverzeichnis

Ein Backlink ist ein Sammelbegriff für alle extern eingehenden Links, die auf die eigene Webseite zurückweisen. Backlinks entstehen also, wenn eine Webseite auf die andere verlinkt. 

Das geschieht aus Sicht von Restaurantbetreibern meist eher zufällig, hat für die eigene Sichtbarkeit im Internet eine hohe Relevanz. Ein Beispiel:

Ein lokales, namhaftes Medienhaus könnte für die Leser ihres Online-Magazins etwa einen Beitrag über die beliebtesten Burger-Restaurants in der Region anbieten.

In den kompakten Porträts verlinkt die Lokalredaktion zwecks weiterer Details und der Möglichkeit einer Reservierung auf die Websites der Burgerbuden. Du gehörst zu den Inhabern einer der vorgestellten Burgerläden? Glückwunsch! Dann hast du durch diesen Beitrag gerade einen hochwertigen Backlink für deine Homepage gewonnen. 

Der Grund zur Freude ist schnell erklärt: Backlinks von vertrauenswürdigen, relevanten Webseiten kommen einer Empfehlung gleich. Suchmaschinen wie Google und Bing werten entsprechende Signale aus. Mehr noch als die Anzahl stellt die Qualität von Backlinks einen Indikator für die Bewertung einer Webseite dar und beeinflussen das Suchmaschinenranking

Eigentlich logisch: Wer von namhaften Quellen mit einem gewissen „Standing“ bei den Lesern (das nehmen wir bei unserer exemplarischen Lokalredaktion an) als Paradebeispiel für die saftigsten Burger in der Stadt mit einer Linkempfehlung geadelt wird, verdeutlicht der Suchmaschine vor allem zwei Dinge: 

  • Dein Burgerrestaurant macht Nutzern aufgrund der Empfehlung offenkundig ein attraktives gastronomisches Angebot. Über deine Webseite lässt sich möglicherweise bequem online reservieren (thematisch-fachliche Expertise).
  • Durch Erwähnung und Verlinkung deiner Burgerbude im Kontext als eines der besten Restaurants in der Stadt wird dein lokaler Standort gewissermaßen verifiziert.
Beispiel für eine Erwähnung der Kuhmuhne (Kunde von resmio) im Kontext „Beste Burger in Nürnberg“ in einem lokalen Medienangebot. In der angegebenen Gastro-Datenbank ist die Webseite der Kuhmuhne verlinkt.

Wie Backlinks dein Restaurant in den lokalen Suchergebnissen nach vorn bringen

Beide Aspekte sind vor der sich veränderten Suchgewohnheiten von Internetnutzern zu betrachten: War früher der über den stationären Desktop-PC erreichbare Browser das Zugangstor zum Internet, suchen Gäste heute selbstverständlich über das Smartphone nach attraktiven Restaurants in der Nähe. 

Suchmaschinenoptimierung (kurz: SEO), allen voran “Local SEO”, sollte für regional agierende Unternehmen mit einem festen Einzugsgebiet wie deine Gastronomie einen Stellenwert in deiner Online-Marketing-Strategie einnehmen. Denn um neue Gäste zu gewinnen, muss dein Angebot im Internet auch gefunden werden.

Der Aufbau von Backlinks unterstützt dich dabei, deine Online-Sichtbarkeit zu erhöhen.

Weil relevante, unabhängige Empfehlungen Google aktiv dabei unterstützen, dein Restaurant inhaltlich zu verorten. Das Prinzip lässt sich vielleicht am ehesten mit wissenschaftlichen Arbeiten vergleichen. Durch häufige Zitierungen (Verlinkungen) einer Arbeit erhält diese i.R. einen höheren Stellenwert.

Für deine Webseite gilt ähnliches: Viele qualitative Verlinkungen machen deinen Internetauftritt vertrauenswürdig – warum sonst würden andere darauf verweisen? Hieraus entsteht Relevanz, die deinem Lokal für passende Suchbegriffe (z.B. bestes Burgerrestaurant Nürnberg) beigemessen wird.

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Der Bekanntheitsgrad ist neben weiterer Faktoren wie etwa die Relevanz und Entfernung nur ein Kriterium für das lokale Suchmaschinenranking. Der Aufbau von Backlinks kann deshalb grundsätzlich nur eine von vielen Maßnahmen sein.

Linkbuilding effizient starten? So bitte nicht!

Wie kannst du also mit dem Linkbuilding starten, um eine möglichst große Anzahl hochwertiger Backlinks auf deiner Webseite zu vereinen? 

Die Antwort wird dich vielleicht überraschen:

Denn das beste Linkbuilding ist das, das du nicht proaktiv betreibst. 

Die Google-Richtlinien für Webmaster und der Leitfaden zu Linkauschprogrammen kompakt zusammengefasst, schlägt Website-Betreibern folgendes vor:

  1. Hole dir keine Backlinks ein, die deinen Nutzern keinen thematischen Mehrwert bieten und deren Zweck ausschließlich in der Verlinkung besteht (“Verlinke auf meine Webseite, dann verlinke ich auch auf deine!”). 
  2. Tausche keine Links gegen Geld, Waren oder Dienstleistungen.
  3. Vermeide Spam, etwa das Teilen von Links auf deiner Webseite in Eigeninitiative in Blog-Kommentaren, Foren, unter Pseudonymen in Social Media Beiträgen usw.

Google ist in den vergangenen Jahren deutlich effizienter geworden, entsprechende Linkmanipulationen zu erkennen. Unglaubwürdige Links können der eigenen Reputation schaden und das Gegenteil von dem bewirken, was du eigentlich erreichen möchtest: mehr Sichtbarkeit für deine Webseite!

Die besten Links entstehen laut Google auf einem “natürlichen Weg”, ganz ohne dein Zutun. Und zwar indem du Inhalte mit Mehrwert anbietest. Nutzer stoßen über deine Webseite auf diese Beiträge und empfehlen diese mit einem Link wiederum ihren Lesern weiter. Das können, aber müssen nicht zwangsläufig klassische Restaurantempfehlungen von lokalen Medien und Bloggern sein, die wir vorhin als Beispiel genannt haben.

So könnte ein veganes Speiselokal, das sich ausschließlich nachhaltiger Küche verschrieben hat, einer entsprechenden Initiative beitreten und sich zertifizieren lassen. Der so womöglich entstandene Querverweis in einem Beitrag auf der der Internetpräsenz der Organisation könnte wiederum von anderen relevanten Quellen zitiert werden.

Am Ende wird dein Restaurant als Musterbeispiel für nachhaltige, vegane Küche in der Region bekannt. Deine Webseite gewinnt online mehr Sichtbarkeit, du erschließt unter Umständen neue Gästegruppen, denen dein Lokal zuvor unbekannt war.

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Gerade haben wir gelernt, dass wir die Linkplatzierung gemäß Leitlinien von Google nicht direkt beeinflussen sollten. Außer, in dem wir sie uns durch hochwertige Inhalte verdienen. “Link Earning” heißt das im Fachjargon und wird von Google ausdrücklich empfohlen

  • Grundlage, um qualitativ hochwertigen Content zu erstellen, ist eine zeitgemäße Restaurant-Webseite, die für die Darstellung auf mobilen Endgeräten optimiert ist, zügig lädt und technisch durch HTTPS-Verschlüsselung abgesichert ist.
  • Auf der Homepage integrierst du dann einen Restaurant Blog, um regelmäßig Inhalte in Eigenregie zu produzieren. 

Das Zauberwort lautet Content-Marketing.

Immer mehr Unternehmen begreifen ihre Webseite als wichtigen Kanal, um Kunden zu erreichen und an sich zu binden. 

Aber welche Themen könntest du als Restaurant besetzen, um neue Gästegruppen anzusprechen und nebenbei Backlinks zu sammeln? Nun, DIE EINE ultimative Antwort auf die Frage gibt es nicht. 

Als Ausgangspunkt für gute Content-Ideen könntest du aber bei deinem Markenkern beginnen: Wofür steht dein Restaurant, worin deine Expertise, die anderen einen Mehrwert bieten könnte? Sind es nur deine Speisen? Vielleicht die Lage? Versuche das Wissen um die Stärken möglichst in kreative Content-Formate umzumünzen. 

Das Jägerhaus Hotelrestaurant am Bodensee kombinierte aus einem saisonalen Anlass ein Gastro-Angebot inklusive eines Kurzporträts samt Querverweis auf den Zulieferer Seemost Kellerei.
  • Du könntest etwa ausgefallene Rezepte aus deiner Küche teilen, um so potenzielle Hobby-Köche auf dein Angebot aufmerksam machen. Gib dem Ganzen einen kreativen Rahmen, etwa durch ein Video mit Einblicken hinter die Kulissen.
  • Du beziehst zum Beispiel regionales Fleisch von einem Rinderzüchter in der Umgebung? Das könntest du in einem Porträt deines Lieferanten aufarbeiten. Deine Bewegründe für die Wahl der Produkte, die Produkteigenschaften (Geschmack, Textur, Nachhaltigkeit) benennen. Und abschließend als Referenz einen Link auf die Webseite des Partners setzen.
  • Wenn dein Lokal zufällig an einem beliebten Reiseziel liegt, könntest du in einer schön bebilderten Liste deine persönlichen Ausflugstipps für die Region zusammenfassen, inkl. Links zu etwaigen Reisepartnern (wie z.B. Bootsverleihern in der Umgebung, angrenzenden Hotels usw.)

Firmen- und Branchenverzeichnisse bieten eine vergleichsweise leichte Möglichkeit, einen Backlink auf die eigene Webseite zu generieren. Um Google My Business führt für Gastronomen dabei kein Weg herum. Die Anmeldung ist bei den Anbietern in der Regel kostenfrei möglich: Konto anlegen, Unternehmensprofil ausgefüllt und auf den eigenen Internetauftritt verlinken – fertig. 

Die Listung in folgenden Typen von Portalen ist aus Gastro-Sicht erstrebenswert:

  • Lokale Firmenverzeichnisse wie Gelbe Seiten, meinestadt.de und Das Örtliche
  • Google My Business
  • Kartendienste wie Apple Maps, Bing Maps und Google Maps (letzteren Eintrag verwaltest du direkt über Google My Business) 
  • Bewertungsportale wie TripAdvisor und Yelp 
  • Thematisch bezogene Verbände und Kammern in der Region (z.B. die IHK Bayern führt etwa ein Online-Mitgliederverzeichnis)
  • Restaurantverzeichnis der Stadt bzw. örtlichen Gemeinde, falls vorhanden (Beispiel: Gewerbeverbands der Gemeinde Haar)
  • Tourismusverbände (Beispiel: Nürnberg Tourismus )
  • Social-Media-Plattformen wie Facebook und Instagram
Partnernetzwerk von resmio
Die Listung in lokalen bzw. regionalen Branchenverzeichnissen, auf Webseiten von Städten, Verbänden, Kommunen und in sozialen Kanälen („Local Citations“) ist für jedes Unternehmen erstrebenswert. Achte darauf, dass deine Standortinformationen über alle Einträge hinweg aktuell und einheitlich sind.

Zum erwartbaren Einfluss auf das Suchmaschinenranking gibt es in Fachkreisen unterschiedliche Positionen. Unstrittig ist aber der Wert für die Optimierung von Local SEO. Angaben zur Adresse, Telefonnummer und Webseite (sogenannte “NAP”-Daten) helfen Google dein Restaurant geographisch zu validieren. Dafür müssen die Daten jedoch stets aktuell und zwischen allen Firmeneinträgen einheitlich gehalten sein.

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Glaubwürdigkeit ist das Stichwort. Suchmaschinendienste wie Google haben ein Interesse daran Nutzern stets relevante Suchergebnisse anzuzeigen. Ungepflegte Profile mit abweichenden Angaben sind jedoch irreführend. Dein Restaurant wird in der Suchergebnisliste dann ggf. seltener aufgeführt werden.

Nun fehlt nicht nur Gastronomen die Zeit, um über alle Profile den Überblick zu behalten. Ein Partnernetzwerk schafft Abhilfe, weil die Pflege aller Geschäftseinträge zentral über ein Konto läuft. Änderungen wie z.B. der Website-Link werden dann automatisch mit allen angebundenen Partnerprofilen synchronisiert. So kann die Maßnahme im Hinblick aufs lokale Suchmaschinenranking erst wirklich greifen. 

Fazit – Durch Backlinks mehr Gäste und Sichtbarkeit für dein Restaurant

Backlinks sind entscheidend für die Sichtbarkeit deines Restaurants in Suchmaschinen. Ein entscheidendes Kriterium ist dabei nicht nur die Anzahl der extern eingehenden Links. Wichtig ist vor allem, aus welcher Quelle der Backlink stammt.

Glaubwürdigkeit ist ein wichtiger Indikator. Vorsicht deshalb vor Angeboten wie etwa Linkportalen – die sind meist unseriös. Verlinkungen von namhaften Bloggern und (regionalen) Medien stellen hingegen in der Regel einen Gewinn dar. 

Um Backlinks zu generieren, sollten Gastronomen in hochwertige Inhalte auf ihrer Webseite investieren. Ein Blog ist dabei hilfreich. Content-Ideen lassen sich durch Mitbewerberrecherche, aber auch die Analyse des eigenen Markenkerns finden. Frage dich immer, welchen Mehrwert du potenziellen Gästen bieten könntest. Durch kreative Formate stichst du dabei aus der Konkurrenz heraus.

Um im lokalen Suchmaschinenranking vorne mitzuspielen, solltest du außerdem dein Restaurant in einschlägigen Branchenverzeichnissen platzieren. Aktuelle, einheitliche Standortdaten sind dabei das A und O. Bei der Pflege hilft dir das Partnernetzwerk von resmio.

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