Why? – Die Zielgruppe Millennials auf einen Blick

Millennials. Ob im Fernsehen oder in Zeitschriften, überall wird über die neue Generation geredet. Doch wer sind überhaupt diese Millennials? Und vor allem: Was hat das mit der Gastronomie zu tun?

Ein Artikel von Natascha Tez

Was sind Millennials?

Als Millennials oder auch als Generation Y werden jene bezeichnet, die zwischen den 80zigern bis in die frühen 2000er hinein geboren wurden. Die genau Datierung schwankt je nach Definition und geht fast fließend mit der Folgegeneration einher: Die Generation Z, geboren von 1995 bis 2010. 

Das Y” steht übrigens für das Wort “Why” und stammt aus dem Englischen. Es bedeutet “Warum” und steht für die Generation, die alles hinterfragt. Diese Gruppierung sollte man nicht unterschätzen, denn Millennials sind eine ernstzunehmende Zielgruppe, die es nicht nur gilt kennenzulernen sondern auch zu verstehen.

Eigenschaften der Millennials

Über Millennials herrschen viele Vorurteile. Insbesondere Arbeitgeber haben Probleme mit der neuen, völlig anders groß gewordenen Generation. Viele denken, Millennials seien faul, ich-bezogen und haben vor allem kein Durchhaltevermögen in ihren Jobs. Diese negativen Eigenschaften sind jedoch letztlich Vorurteile, welche nicht auf jeden Zutreffen müssen.

Tatsächlich sind Millennials sehr flexibel und wollen ihre Freizeit nützlich gestalten. Sie sind außerdem die erste Generation, welche mit digitalen Medien und Social Media groß geworden ist.

Genauso schnell, wie sie sich anpassen und das Internet mit ständigen neuen Trends und Erlebnismöglichkeiten gespannt verfolgen, genauso schnell ist auch ihr Interesse an neuen, ungewöhnlichen Konzepten oder Events geweckt.

Das bedeutet: Wer kreativ ist und sich auf neue, interessante Möglichkeiten einlässt, der erobert definitiv die Generation Y. Beispielsweise ein Live-Event mit einer Indie-Band oder ein Katzencafé sind hier nur der Anfang: Umso kreativer umso besser!

Mögliche Stammkunden?

Millennials lieben Essen gehen. Statistisch gesehen investieren sie nämlich eine wesentlich höhere Summe in den Besuch von Restaurants als die vorangegangene Generation. Diese Kochfaulheit kombiniert mit ihrem voranschreitenden Alter und womöglich höheren Gehalt birgt eine echte Profitchance für Gastronomen.

Außerdem sind Millennials nicht ausschließlich “Trendjäger”, denn sie schätzen Sicherheit und greifen genauso gerne auf das Altbewährte zurück. In diesem Sinne unterscheiden sie sich nicht völlig von der vorherigen Generation, denn: Wo man sich wohl fühlt, dort is(s)t man auch gerne.

Worauf achtet Generation Y?

Millennials sind die erste Generation, die mit dem Internet und sozialen Medien groß geworden ist. Dementsprechend ist die Suche nach einem Restaurant per Smartphone heutzutage keine Seltenheit mehr. Wenn also die Restaurant Webseite nicht auf eine mobile Ansicht optimiert ist und zu lange lädt, könnte das die jüngere, meist ungeduldige Kundschaft verärgern und sie informieren sich lieber über ein besser vernetztes Restaurant.

Deswegen: Webseitenpflege in regelmäßigen Abständen betreiben und neue Möglichkeiten im Auge behalten!

Smartphone heute nicht mehr wegzudenken

Ohne Smartphone verlässt so gut wie kein Millennial sein Haus. Besonders im Restaurant wird es gerne mal für einen netten Schnappschuss vom Essen für Instagram, Facebook und Co. gezückt. Damit das Bild auch schnell genug hochgeladen wird, ist W-Lan für manche unverzichtbar. Das kannst du zu deinem Vorteil mache. Spreche deine Kunden freundlich an, ob sie dich zum Beispiel in Facebook bewerten wollen, deinen Hashtag auf Instagram verwenden oder deine Restaurant Seite markieren. Je mehr Leute über deinen Restaurantbesuch reden, desto mehr Besucher kannst du möglicherweise erwarten. Das gilt ebenso für die Generation Z, beide teilen gleichermaßen ihre Erlebnisse in den sozialen Medien.

Und wenn du die Leute nicht immer ansprechen willst, erstelle doch einfach Flyer mit deren Hilfe die Leute dein Restaurant auf den sozialen Medien finden können. Sobald die Flyer offensichtlich auf den Tischen verteilt sind, werden die Leute bestimmt Gebrauch davon machen.

Was steckt wirklich drin?

Wer jetzt schon meckert, “Heutzutage wird ja nur noch auf die Optik und nicht mehr auf die Qualität des Essens geachtet”, der sollte unbedingt weiterlesen, denn das Interesse an der Herkunft des Essens ist so attraktiv wie niemals zuvor. Die Leute wollen wissen, woher die Lebensmittel stammen, ob bei der Produktion oder Verarbeitung auf das Tierwohl geachtet wird und ob bei dem Verzehr irgendwelche Unverträglichkeiten auftreten können. Nicht umsonst werden die Millennials Generation Y genannt.

Kann man das alles auch kritisch sehen?

Die frühen 80ziger bis 1994 umfassen einen großen Zeitraum. Leute, die Mitte zwanzig sind, haben völlig andere Prioritäten und Lebensvorstellungen als Mittdreißiger. Die als kochfaule gehandhabte Generation entspricht also nur einer Statistik, die langfristig gesehen nicht unbedingt zuverlässige Daten liefert.

Es stimmt jedoch, dass Gastronomen heute vermehrt übers Internet gesucht werden. Deswegen macht ein ansprechender Onlineauftritt auf jeden Fall Sinn und ist zukünftig vermutlich nicht mehr wegzudenken. Oder wie siehst du das? Können Restaurants deiner Meinung nach auf Social Media Werbung, eigene Webseiten und Online-Reservierungen verzichten? Sag uns deine Meinung.

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