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Alles, was du über Restaurant Bewertungen wissen musst

Chips - Digitales aus der Gastro

Dass positive Restaurant Bewertungen wichtig sind, hast du als Gastronom zweifelsfrei schon mitbekommen. Aber warum eigentlich? Welche Plattformen sind relevant? Wie gewinnst du Gäste dafür, dein Lokal wohlwollend zu bewerten? Und was kannst du unternehmen, wenn sie das Gegenteil tun? Alles, was Restaurantbetreiber über Kundenbewertungen wissen müssen, in diesem Beitrag!

Ein Beitrag von Max Falkenstern, vollständig aktualisiert im Dezember 2025

Die Macht von Empfehlungen – Wenn Gästebewertungen dein Restaurant verkaufen 

„Warst du schon im Steakhaus Zum goldenen Ochsen? Nicht? Dann hast du echt etwas verpasst. Ich war erst vergangenen Donnerstag dort – das Rumpsteak war himmlisch. Und erst der Service: super freundlich, am Ende gab’s sogar zwei Kaffee aufs Haus. Ehrlich, da musst du unbedingt hin!“

Kommt dir der obige Gesprächsverlauf irgendwie vertraut vor?

Persönliche Empfehlungen wie diese hat jeder von uns schon mal erhalten oder gar selbst weitergegeben. Mundpropaganda nennt sich das, oder im feschen Marketingjargon auch Word-of-Mouth.

Fakt ist: Wir alle schenken Weiterempfehlungen von Bekannten, Familien und Freunden mehr Vertrauen als jeder Hochglanzbroschüre. Ihr Wort hat mehr Gewicht, denn wir nehmen ihre Bewertung als authentisch und unverfälscht wahr. Ebendarum sind Empfehler die besten Verkäufer. Nicht der Verkauf und damit eine persönliche Bereicherung stehen im Vordergrund, sondern anderen „Gutes tun zu wollen“. 

Genau dieses Prinzip gilt eins zu eins in der digitalen Welt.

Restaurant Bewertungen helfen Gästen bei der Entscheidung 

Statistik zur Bedeutung von Restaurantbewertungen für Nutzer

Mundpropaganda macht nicht nur im Freundes- und Bekanntenkreis halt. Auch online sind Kundenbewertungen allgegenwärtig: Von Branchenverzeichnissen wie Google Business und den Gelben Seiten über Bewertungsportale (TripAdvisor, Yelp) bis hin zu sozialen Medien sowie Buchungs- und Lieferdiensten – überall weisen ausgefüllte Sternchen und Kommentare den Weg. 

Dass Restaurant Bewertungen nicht nur dem eigenen Bauchgefühl nach einen hohen Stellenwert besitzen, legen veröffentlichte Zahlen nahe:

  • Einer aktuellen Studie von Capterra zufolge ziehen 85 % der befragten Nutzer Rezensionen als Entscheidungsgrundlage für oder wider einen Besuch in Betracht. 
  • Für mehr als jeden Zehnten haben Restaurant-Bewertungen sogar maßgeblichen Einfluss
  • Google zählt neben Amazon zu den einflussreichsten Review-Plattformen, weit vor sozialen Kanälen sowie unabhängigen Bewertungsportalen.

Als Gastronom lassen sich aus den Eckdaten im Wesentlichen zwei Schlussfolgerungen ziehen: 

  1. Quantität und Qualität zählen: Gästebewertungen stellen für viele ein objektives Kriterium bei der Restaurantwahl dar. Die Aufgabe besteht deshalb darin, möglichst viele Rezensionen und gleichzeitig positive Bewertungen zu sammeln.
  2. Fokus auf Google: Auch wenn’s eine Vielzahl von Bewertungsportalen gibt, solltest du dich als Gastgeber primär auf Google fokussieren. Zumal sich zu deinem Unternehmen veröffentlichte Rezensionen direkt auf deine Suchmaschinenplatzierung und KI-Antworten auswirken können.
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Bedenke also: Google ist Pflicht, der Rest ist Kür.

Bedeutung von Local Guides: Sind manche Restaurantbewertungen wichtiger als andere?

Ob Annette Schmidt oder Lieschen Müller eine positive Rezension schreiben, kann in der Wahrnehmung und Reichweite einen nennenswerten Unterschied machen. Das ist dann der Fall, wenn in unserem Beispiel Frau Müller ein sogenannter Local Guide ist und Frau Schmidt nicht.

Sicher ist dir schon aufgefallen, dass bestimmte Nutzerprofile bei den Google-Bewertungen durch eine entsprechende Kennzeichnung („Local Guide“-Bezeichnung und Stern-Piktogramm am Profilavatar) hervorgehoben sind. 

Local Guides sind registrierte Google-Nutzer, die an dem gleichnamigen Programm teilnehmen und durch das Verfassen von Rezensionen, das Beantworten von Fragen und das Hochladen von Fotos und Videos viele Punkte sammeln. Im Gegenzug winken den Local Guides spezielle Auszeichnungen.

Google macht das natürlich nicht zum Selbstzweck, sondern aus dem Eigeninteresse, Nutzer möglichst im eigenen Ökosystem zu halten. Zugleich steigert Google durch die abgegebenen Bewertungen dieser fleißigen Dritten die Relevanz der eigenen Plattform.

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Wir erinnern uns: Google ist uns wichtig, weil hier Gäste in die Suche nach Restaurants einsteigen und Nutzerbewertungen dabei ein entscheidendes Auswahlkriterium darstellen.

Der Status von Local Guides als „Fremdenführer“ ist deshalb auch für Restaurantbetreiber hochinteressant. Ob bewusst oder unterbewusst: Local Guides erhalten durch die Auszeichnung und die Anzahl ihrer veröffentlichten Kritiken einen seriösen, professionellen Charakter. 

Das heißt im Umkehrschluss, dass ihre Bewertungen von Gästen als besonders vertrauenswürdig wahrgenommen werden. Womit wir wieder beim Kernthema dieses Beitrags angelangt sind: Vertrauen, der ultimativen Kennziffer im Empfehlungsmarketing.

Kurz: Wenn du viele Local Guides begeistern kannst, werden andere Gäste folgen.

Das Potenzial von Bewertungsportalen – warum du mehr als nur Google brauchst

Google (My Business) ist Pflicht, das haben wir eingangs schon erwähnt. Warum Zeit und Muße in andere Bewertungsportale und Branchenverzeichnisse investieren, wenn einen die Pflege des Google-Profils auf Trab hält? 

Nun, das ergibt sich aus zwei grundlegenden Faktoren:

  1. Dort sein, wo der Gast sucht: Potenzielle Interessenten und Gäste nutzen TripAdvisor, Yelp und Co., um sich über attraktive Lokalitäten in der Nähe zu informieren und auszutauschen – was liegt da näher, als an der Kundschaft zu sein? Das ermöglicht dir, deine Reputation im Netz bis zu einem gewissen Grad zu steuern.
  2. Höhere Online-Sichtbarkeit: Listungen auf relevanten Plattformen haben direkten Einfluss auf die Sichtbarkeit deines Restaurants im Internet. Wenn dein Lokal auf bedeutenden Online-Portalen gelistet ist, signalisierst du der Suchmaschine damit: „Hey, mein Lokal existiert, mein Restaurant ist relevant.“ 

Das klingt soweit logisch und nachvollziehbar, bringt mit dem verbundenen verwaltungstechnischen Aufwand jedoch ein Dilemma zutage.

Einzelne Profile erstellen oder die Inhaberschaft zu beanspruchen, sie zu pflegen, die Zugangsdaten zu vermerken und ggf. mit Verantwortlichen zu teilen, die die Betreuung (später) übernehmen. Und überhaupt: Auf welchen Online-Portalen sollten Restaurantbetriebe präsent sein? Die Ruhe und Zeit, sich erst einmal einen Marktüberblick zu verschaffen, hat kaum ein Gastronom übrig.

Abhilfe schafft ein Partnernetzwerk, mit dem du zentralisiert von einem System alle daran gekoppelten Profile pflegst.

Wenn sich etwa Öffnungszeiten oder der Link zur Speisekarte ändern sollten, reichen wenige Mausklicks, und die Anpassungen sind im Handumdrehen auf allen angeschlossenen Portalen und Verzeichnissen online.

Auf diese Weise erreichen Restaurants neben der für die Vertrauensbildung wichtigen Datenkonsistenz auch einen unschätzbaren Zeitvorteil!

Bitte um Google-Bewertung fürs Restaurant – Zeitpunkt und kurze Wege sind entscheidend

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um nach einer Google-Bewertung für dein Restaurant zu fragen? Die Antwort liegt im Einnehmen der Gastperspektive. Stell dir Folgendes vor:

Der Gast hatte einen wunderbaren Abend im Lokal. Speisen und Service waren erstklassig. Was sollte jetzt im Idealfall passieren?

  • Timing ist alles: Geschulte Servicekräfte nutzen die Chance mit dem Überreichen der Rechnung, den Gast höflich auf die Bedeutung und die Option der Online-Bewertung hinzuweisen.
  • Anreize helfen: Eine zusätzliche Geste wie ein Käffchen aufs Haus oder eine Süßigkeit, kann den positiven Impuls (übrigens auch aufs Trinkgeld) nochmals verstärken.

Zur Wahrheit gehört allerdings auch: Zu viele Gäste würden in unserem Traumszenario noch abwinken. Denn sie müssten dein Restaurantprofil erst umständlich googeln und dort nach der Bewertungsfunktion suchen.

Deine Aufgabe besteht zusätzlich also darin, den Weg zur Google-Bewertung für den Gast möglichst kurz und komfortabel zu gestalten.

Über dein firmeninternes Google Business Konto generierst du einen Bewertungslink, den du wiederum mit deinen Gästen teilen kannst
Beispiel anhand resmio: Über dein firmeninternes Google Business Konto generierst du einen Bewertungslink, den du wiederum mit deinen Gästen teilen kannst.

Google selbst stellt praktischerweise eigens zu diesem Zweck einen speziellen Bewertungslink zur Verfügung. Deinen firmeninternen Bewertungslink kannst du mit wenigen Klicks in deinem Google-Unternehmensprofil generieren lassen.

Ab hier geht’s mit der Frage weiter: „Wie bringe ich Gäste dazu, diesen Link anzusteuern?“ 

So bringst du Gäste dazu, den Bewertungslink aufzurufen:

  • QR-Code generieren: Verwende den Google-eigenen QR-Code oder erstelle über praktische QR-Code-Generator-Tools (unsere Empfehlung aus der Schweiz) einen individuellen Code mit Bewertungslink, idealerweise in markenkonformen Design
  • Optimale Platzierung: Platziere diesen generierten QR-Code auf deinen Tischen oder klebe ihn auf deine Speisekarten. Dein Ziel ist, dass Gäste die Bewertungsoption als solche auch wahrnehmen.
  • Außer Haus: Denkbar ist auch die Verwertung deines QR-Codes als Beilage zur Rechnung oder Online-Bestellungen, verbunden mit einer persönlichen Grußbotschaft.

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, solange der Weg zur Bewertung für den Gast kurz ist. 

Google-Bewertungen per E-Mail automatisieren: Gäste im perfekten Moment erreichen

Reservierungsbenachrichtungen für die Gastronomie

Einen Haken gibt’s dann aber doch: Viele Gäste dürften vor dem Aufbrechen nach Hause nicht mehr gewillt sein, eine ausführliche Restaurantbewertung zu verfassen. Diesen Kreis erwischst du am besten über zeitlich abgestimmte und automatisiert versandte E-Mail-Benachrichtigungen

So funktioniert der Prozess der automatisierten Gästebewertungen per E-Mail:

  1. Datenerhebung: Online-Reservierungssysteme (auch resmio) erheben zum Zweck der Reservierungsanfrage die Kontaktdaten der Gäste, darunter auch die E-Mail-Adresse für Reservierungserinnerungen. 
  2. Zeitnaher Versand: Dein Gäste-Feedbackmanager sendet automatisch 24 Stunden nach der erfolgten Bewirtung eine E-Mail mit dem direkten Link zur Restaurantbewertung auf Google.
  3. Die Chance der Distanz: Die zeitlich abgestimmte Distanz zwischen Besuch und Bewertung schafft Raum für eine reflektierte Bewertung. Im Idealfall springt eine ausführliche Gästerezension mit Lob und konstruktiven Verbesserungsvorschlägen herum.
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Tipp: Du kannst eine sympathische Grußbotschaft oder einen Rabattcoupon (z.B. für ein Gratis-Getränk) in der E-Mail-Nachricht hinterlassen – das schafft einen bleibenden Eindruck und animiert zum Wiederbesuch.

Dein Mehrwert: Die Kundenbewertung wird authentisch und macht dein Restaurant in der Wahrnehmung für neue Interessenten schmackhaft (wir erinnern uns: die Macht der Empfehlungen). Außerdem profitieren Küche und Service von neuen Impulsen. Ein Win-win-Szenario! Ohne händischen Aufwand und damit ohne Zeitinvestition. 

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Kann ich Gäste, deren Aufenthalt länger zurückliegt, via E-Mail um eine Gästebewertung bitten?
Was liegt näher, als Stammgäste für eine wohlwollende Restaurant Bewertung zu aktivieren? Aber Achtung beim E-Mail-Versand an Gäste, deren letzter Besuch schon länger zurückliegt. Wenn du Kontaktdaten eben jener Kunden außerhalb streng zweckgebundenen Gründen für Marketingzwecke verarbeitest, benötigst du eine explizite, im Einzelfall nachweisbare Einwilligungserklärung des Gasts. 

Negative Restaurantbewertungen – der maßvolle Umgang mit Beschwerden

Erlesene Küche, ein Rundum-Wohlfühl-Service, ein inspirierendes Ambiente: Wer ein Lokal führt, steckt alles Herzblut rein, damit Gäste zufrieden sind. Doch selbst die besten Restaurants sind nicht vor negativen Gastrezensionen gefeit. Früher oder später wird ein Gast das sprichwörtliche Haar in der Suppe finden, und schon findet sich die eine vernichtende 1-Stern-Restaurantkritik auf der sonst makellosen Weste. 

Im Umgang mit negativen Restaurantbewertungen zeigt sich der wahre Charakter.

Gerade, wenn die niederschmetternde Gastbeschwerde unberechtigt ist, gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren. Jetzt heißt’s bloß, nicht in einen blinden Aktionismus zu verfallen und eine wütende Brandrede zu schreiben.

Denn bedenke: Deine Antworten sind öffentlich für jedermann einsehbar. Die Bewertungsspalten auf Google sind nicht zur Diskussion geeignet.

Kränkende oder sarkastische Reaktionen seitens des Gastgebers sind menschlich nachvollziehbar. Doch auf Dritte können sie letztendlich arrogant und herablassend wirken – mit geschäftsschädigenden Folgen für die Reputation! Den rufschädigenden Stempel „cholerischer Wirt“ möchte sich nun niemand freiwillig anheften lassen. 

Unsere fünf Basistipps im Umgang mit negativen Online-Bewertungen:

  1. Souverän bleiben: Bevor du eine Stellungnahme an den Gast verfasst, atme tief durch. Lies die Kritik (noch einmal) in Ruhe durch. Formuliere dann eine sachliche und präzise Antwort. Halte dabei deine Emotionen möglichst aus dem Spiel. Wer souverän im Umgang mit negativen Gastbewertungen agiert, zeigt wahre Stärke!
  2. Vermeide Zwischentöne: Verzichte unbedingt auf wertende, sarkastische Äußerungen, insbesondere bei unberechtigten Schmähkritiken.
  3. Bedanken und Entschuldigen: Bedanke dich persönlich und höflich beim Rezensenten für dessen Zeit. Bitte um Entschuldigung für beanstandende Unannehmlichkeiten. Komme dann aber schnell zum Punkt. 
  4. Kommunikationsbrücke bauen: Biete den Rezensenten proaktiv an, den Sachverhalt persönlich ernsthaft zu klären (etwa über E-Mail oder Telefon). Dadurch kannst du die Diskussion aus dem öffentlichen Raum herausziehen.
  5. Geste der Wiedergutmachung anbringen: Wo es angebracht erscheint, kannst du mit einer kleinen Wertschätzung die Wogen glätten. Das kann etwa das Angebot eines Kaffees aufs Haus sein.
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Leseempfehlung: Wie eine konkrete Musterantwort für Beschwerden aussehen könnte, veranschaulichen wir dir nebst weiteren Tipps in unserem kostenfreien E-Book Gästebewertungen gewinnen, Kundenzufriedenheit steigern.

Negative Gastbewertungen ignorieren? Das kommt deinem Ruf teuer zu stehen!

Probleme einfach auszusitzen und negative Kritiken zu ignorieren, davon raten wir ausdrücklich ab. Die meisten Gäste wünschen sich eine Reaktion auf ihr Feedback. Ohne Standardfloskeln und verallgemeinernde Aussagen, sondern stattdessen eine persönliche Erläuterung. Laut Capterra-Studie lesen immerhin 91 % der Befragten entsprechende Antworten des Unternehmens.

Die Stellungnahme eröffnet für Gastronomen eine große Chance: Sie bringt Wertschätzung gegenüber Feedback zum Ausdruck und einen echten Veränderungswillen. Dadurch stellst du gleichzeitig zur Schau, dass dein Restaurantbetrieb mit Fehlern offen und ehrlich umgeht.

Das Zauberwort heißt „positive Fehlerkultur“. Mängel nicht beiseitezuschieben, sondern offen darüber zu sprechen – das schafft nachhaltig Vertrauen. Wenn du schon Kritiker nicht überzeugen kannst, dann vielleicht noch unentschlossene Interessenten, die deine professionelle Stellungnahme lesen.

Mit KI auf Bewertungen antworten – Hilfe oder Authentizitätsfalle?

ChatGPT und andere Sprachmodelle befähigen uns, sekundenschnell maßgeschneiderte Antworten auf Restaurantbewertungen zu formulieren. Gerade in der arbeitsintensiven Gastronomie ist die Verlockung daher verhältnismäßig groß, entsprechende Tätigkeiten einfach vollständig in die Hände der KI zu geben.

Obacht, wir möchten an dieser Stelle vorsichtig warnen: Wenn deine Reaktionen generisch oder auffällig klingen, merken das die Rezensenten und andere aufmerksame Leser sofort. Das führt schnell zu Misstrauen und wirkt unaufrichtig.

Dabei ist das eigentliche Ziel deiner Antworten, Vertrauen und damit Kundenbindung aufzubauen.

Nutze KI also vor allem als Formulierungshelfer, nicht als Autoren!

Verwende KI-Antworten also möglichst als Entwurf für die Grundstruktur, füge dann aber deine persönliche Tonalität hinzu. Gehe auf konkrete Kritikpunkte präzise ein und signiere deine Reaktion gegebenenfalls mit deinem Namen (Max Mustermann, Restaurantleitung von X).

Löschen von Google-Bewertungen sinnvoll? Eine Einordnung aus zwei Seiten

Warum kostbare Zeit investieren, statt unliebsame Gastbewertungen einfach löschen zu lassen? Die Kontroverse ist immer wieder Gegenstand in Diskussionsforen. Zumal es inzwischen etliche Anbieter gibt, die das Entfernen von Restaurantbewertungen auf Plattformen wie Google gegen Geld anbieten.

Zu diesem Thema gibt’s zwei Perspektiven, die rechtliche und die unternehmerische.

  1. Die rechtliche Einordnung: Plattformen wie Google erlauben die Löschung von Bewertungen über die Nutzungsbedingungen ausschließlich unter sehr engen rechtlichen Auflagen. Beispiele hierfür sind also explizite Beleidigungen, üble Hassrede, die Offenlegung privater Daten oder „Review-Bombing“ (koordinierte Mehrfachbewertungen). Rezensionen, die nachweislich unwahre Tatsachenbehauptungen enthalten, oder unsachliche Schmähkritiken kannst du über Google direkt melden.
  2. Die unternehmerische Sicht von Gastronomen: Ausschließlich positive Gastbewertungen zu deinem Restaurant stehenzulassen und alle anderen Rezensionen zu entfernen, kann auf den ersten Blick erstrebenswert sein. Aber bedenke, dass eine 100 % makellose 5,0-Sterne-Bewertung deines Restaurants auch unglaubwürdig wirken und Misstrauen wecken kann. Potenzielle Interessenten erhalten ein falsches Bild, so kann echte Kundenbindung nicht entstehen!

Zusammengefasst können wir festhalten: Wer Gastbewertungen systematisch löschen lässt, büßt an Authentizität und damit an Kundenvertrauen ein. Zugleich beraubst du dich einer offenen Fehlerkultur, die dich dabei unterstützen kann, dein gastronomisches Angebot kontinuierlich zu verbessern.

Ferner ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis von Löschanfragen kritisch einzuordnen. Indem du Agenturen mit dem Entfernen von negativen Nutzerrezensionen beauftragst, förderst du deren zweifelhaftes Geschäftsmodell und entwertest deine Bewertungen nachhaltig.

Denn ist jemandem zu trauen, der Dinge lieber unter den Teppich kehrt?!

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In eigener Sache: Auch wir als Anbieter eines Online-Reservierungssystems haben Kunden schon mal enttäuscht oder wurden mit unberechtigten Vorwürfen konfrontiert. Negative Kritiken löschen wir nie, kommentieren sie aber selbstredend. Wenn wir Fehler machen, stehen wir dazu. Das soll sich in den Bewertungen widerspiegeln.

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Fazit – Restaurant Bewertungen sind kostenlose, effektive Werbung 

Halten wir also fest: Authentische Empfehlungen von Gästen sind starke Argumente im Verkauf. Im Unterschied zu Werbeanzeigen wird Kundenbewertungen mehr Vertrauen entgegengebracht. Um neue Gäste anzuziehen, ist es deshalb unabdingbar, echte Restaurantbewertungen zu gewinnen. 

Google zählt für Gastronomen dabei zu den wichtigsten Review-Plattformen. Zum einen aufgrund der hohen Relevanz bei deinen potenziellen Kunden. Zum anderen, weil Google-Bewertungen einen Rankingfaktor darstellen und damit die Online-Sichtbarkeit des Restaurants beeinflussen. Daraus ergibt sich der Fokus, möglichst viele zufriedene Kunden zur Bewertung aufs eigene Restaurantprofil in Google My Business zu lenken. 

Das oben genannte Ziel erreichst du einfach und komfortabel, indem du den Feedback-Prozess automatisierst. Anbieter wie resmio verschicken nach dem Aufenthalt der Gäste automatisch E-Mail-Erinnerungen, die einen Direktlink zur Restaurantbewertung enthalten.

Auf Beschwerden solltest du höflich, persönlich und sachlich antworten. Ignorieren von Kritik ist keine dauerhafte Lösung, sondern kann dir im Gegenteil eher schaden. Das Löschen von Google-Bewertungen ist in Ausnahmefällen denkbar, vor allem wenn diese Schmähkritik enthält. Grundsätzlich ist eher abzuraten von spezialisierten Anbietern, die negative Kritiken systematisch entfernen wollen.

Nützliche Links

Hinweis zum Umgang mit gendergerechter Sprache: Aus Gründen der Lesbarkeit verwenden wir in unseren Magazinbeiträgen das generische Maskulinum. Gemeint sind jedoch immer alle Geschlechter (m/w/d).

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Themen: Gäste gewinnen|Google My Business|Online-Sichtbarkeit

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