Kenne dein Produkt! – Jan Rozanka von Baseburger im Interview

Kreativität gehört bei Baseburger auf die Speisekarte. Seine ausgefallenen Kreationen zeigt das beliebte Burgerrestaurant inzwischen in drei Städten. Bochum, Lünen und neuerdings auch Iserlohn. Im Interview verrät der Gründer und Geschäftsführer Jan Rozanka das Erfolgskonzept seiner berühmt berüchtigten “Baseburger”.

Ein Interview von Natascha Tez

Zu einem guten Burgerrestaurant gehört die entsprechende Marketingstrategie. Das Rundherum muss einfach stimmen. Für Baseburger scheint das kein Problem zu sein. Sowohl in den Social-Media-Kanälen, als auch auf seiner eigenen Webseite legt das Restaurant einen starken Auftritt hin. Zudem erregt Baseburger immer wieder Aufmerksamkeit durch seine kreativen Aktionen und Events. Geschäftsführer Jan Rozanka erzählt im Interview, welche Arbeit wirklich in der Marke Baseburger steckt.

Worum genau kümmerst du dich bei Baseburger?

Jan Rozanka: Ich kümmere mich um den gesamten Marketingbereich. Insbesondere um Werbung auf allen Kanälen, Speise- und Getränkekarte, Autobeschriftung, Flyer etc. Hier arbeite ich eng mit unserer eigenen Werbeagentur zusammen. Das ermöglicht die Nutzung von entsprechenden Ressourcen für einen starken Markenauftritt. Ganz besonders kümmern wir uns um die Social Media Kanäle. Neben Facebook und Instagram gehören auch zunehmend Auftritte in Medien wie zum Beispiel Tripadvisor dazu. Entscheidend ist eine permanente und starke Online Präsenz, bestenfalls auf allen Kanälen.

Was ist das Konzept von Baseburger?

Wenn ich tagsüber Essen gehen wollte oder musste, hatte ich immer das gleiche Problem: Wohin soll ich jetzt gehen?

Ich ernähre mich äußerst bewusst und weiß auch gerne, woher die Zutaten in meinem Essen stammen. Zwar müssen sie nicht immer regional sein, aber auf jeden Fall immer fair. Die Suche nach einem Restaurant, das diesen Anforderungen gerecht wird, gestaltete sich stets schwierig.

Bei dem Konzept von Baseburger geht es darum, die Herkunft seines Essens zurückverfolgen zu können. Der Name Baseburger steht für die unverfälschten Basics echten Burger-Genusses.

Was sind denn die “Basics echten Burger-Genusses”?

Damit wir unserem Konzept rund um treu bleiben, beziehen wir das Fleisch über den prämierten Traditionsmetzger Dasenbrock. Unser Rindfleisch stammt hingegen von westfälischen Bauern aus den umliegenden Regionen. Artgerechte Weiden-Haltung und das langsame Wachstum macht unser Fleisch besonders zart und saftig. Das Schweinefleisch stammt von der Erzeugergemeinschaft Eichenhof, wo die Tiere stressfrei in kleinen Gruppen ohne Einsatz von Wachstumsförderern, Antibiotika oder Tiermehlen aufwachsen und nur natürliches Futter bekommen. Bei unserem Hähnchenfleisch handelt es sich, um das Schenkelfleisch von Mais-Hähnchen, welches aufgrund der fett- und proteinarmen Fütterung, fester und aromatischer ist. Hier gilt natürlich auch, mehr Geschmack durch artgerechte und langsame Aufzucht. Die Rezeptur unserer »Brioche Buns« wurde von unserem Bäcker individuell auf unser Fleisch abgestimmt und bildet für jeden Baseburger den passenden Rahmen. 

Welches Ziel habt ihr euch bei der Markenetablierung von Baseburger gesetzt?

Ich nenne es ganz gern den  “Pampers-Effekt”, welcher sich auch bei Marken wie Tempo oder Zewa durchgesetzt hat. Man nutzt die Markennamen inzwischen mehr als den des eigentlichen Produkts – und jeder versteht’s.

Das Ziel haben auch wir uns gesetzt. Die letzten Monate waren wir auf verschiedenen Streetfood-Festen unterwegs, einige Kunden haben anstelle eines normalen Burgers bereits nach einem ‘Baseburger’ gefragt. Damit ist unsere Marketingstrategie wohl aufgegangen. (lacht) Unsere Kunden nehmen das natürlich mit ein wenig Humor, aber trotzdem ist es immer wieder schön zu hören, wenn es heisst: “Einen Baseburger bitte”.

Viel Aufwand während den Feiertagen

Neue Burgerkreationen, Feiertage, Events. Bei Baseburger steht immer viel an. An welcher Kampagne habt ihr zuletzt gearbeitet?

Unser letztes, großes Event war die Halloweenparty in Iserlohn. Wir verwandelten das komplette Restaurant in ein Gruselschloss. Für unsere Mitarbeiter bestellten wir dann eine professionelle Maskenbildnerin, die das ganze Team in gruselige Monster verwandelt hat.

Vor unserer offiziellen Party buchten uns sogar die Iserlohn Roosters – eine deutsche Ice Hockey Mannschaft – für ein privates Halloween-Event.

In Kanada und den USA wird Halloween ja viel größer gefeiert und gilt schon fast als nationaler Feiertag. Die Spieler kamen mit ihren gesamten Familien und Freunden und haben ganz schön Stimmung gemacht. Am nächsten Tag fand die offizielle Halloweenparty statt. Für die coolsten Kostüme gab es zusätzlich noch Verzehrgutscheine und eine Menge Bilder sind entstanden, die wir auf unserer Webseite und den Social-Media-Kanälen geteilt haben.

Lohnt sich so viel Aufwand?

Der Umsatz entspricht nicht immer dem Aufwand. Gerade für die ausgefallenen Halloween-Dekorationen hätten wir vermutlich zwei Wochen am Stück feiern müssen, damit sich das Deko Investment tatsächlich lohnt. Aber wir verstehen uns als Gastgeber und sind immer mit Herz und Leidenschaft bei der Sache.
Aus Marketingsicht war es aber ein mega Erfolg. Solche Events bleiben nämlich in den Köpfen der Besucher. Besonders, wenn sie im kommenden Jahr nach einer guten Halloweenparty Ausschau halten. Langfristig gesehen ist es also den Aufwand wert!

Immer was los bei Baseburger

Gibt es auch regelmäßige Kampagnen?

Das sind unsere Monats-Burger und Monats-Loaded-Fries. Hier bieten wir besonders ausgefallene, schon fast verrückte, Kreationen an. Diese präsentieren wir dann auf Flyern in den Restaurants in Tischaufstellern. Mit unseren Social Media Kanälen bewerben wir dann Baseburgers monatliche Angebote entsprechend intensiv.

Welche Vorbereitungsmaßnahmen werden bei Baseburger eingeleitet?

Also bis große, aufwendige Veränderungen beschlossen werden, kommt es schon mal zu zehn bis fünfzehn Meetings. Aber manchmal reicht auch schon eine kurze Telefonkonferenz, um alles unter Dach und Fach zu bringen.

Wie weit im voraus plant ihr Events?

Meistens stehen die Termine bereits fest und werden je nach Aufwand entsprechend vorbereitet. Bei unserer Planung können aber auch spontane Ideen aufkommen und umgesetzt werden. Besonders in den Social Media Kanälen passiert das in wenigen Stunden oder sogar Minuten.

Dürft ihr schon verraten, welche Events von Baseburger zukünftig in Planung sind?

Zwei Partys stehen in Iserlohn an. Zum einen ist das unsere Silvesterparty, zum anderen endet unsere regelmäßige Beats and Burgers Eventreihe am 01.12 mit der House Music Closing Party.
Wer vorbeikommt, genießt einen saftigen Baseburger und kalte Cocktails zu cooler Musik.

Wie kam Beats and Burgers bei euren Gästen bis jetzt an?

Das war wirklich von den Künstlern und ihrer Bekanntheit abhängig. Bei den Auftritten von Newcomern ist natürlich immer weniger los als bei denen von bekannteren Bands. Aber die Bude kann schon ganz schön voll werden bei so einem Event.

Danke für das lockere Gespräch!

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