Speisekarte für die Gastronomie erstellen: Das musst du wissen!

Die Speisekarte ist die Visitenkarte deiner Gastronomie. Sie ist ein mächtiges Marketinginstrument, um Gäste zu gewinnen und in dein Restaurant zu lotsen. Für dich als Gastronom bedeutet dies: Eine gute Speisekarte bringt dir mehr Gäste und somit auch mehr Umsatz.

Wie du eine ideale Karte für Speisen und Getränke erstellen kannst, verraten wir dir in diesem Artikel.

Ein Artikel von Patrick Schady

Speisekarte erstellen? – Welche Arten gibt es?

Kunstleder, schwarz, braun oder Weinrot – Diesen Anblick haben Gäste in vielen Gastronomiebetrieben, wenn sie sich die Speisekarte ansehen.

Die klassische Speisekarte ist in den verschiedenen Speisegruppen gegliedert. Im hinteren Teil der Karte befindet sich die Getränkekarte. Grundsätzlich beinhaltet die Speisekarte folgende Elemente:

  • Tages-/Wochenkarte (enthält alle wechselnden Gerichte)
  • Saisonkarte (enthält saisonale Gerichte wie Spargelcremesuppe)
  • Menükarte (enthält alle angebotenen Speisen)
  • Zusätzliche Karten (enthält bspw. eine Eis- oder Dessertkarte)

4 Einfache Schritte zur idealen Speisekarte

Eine Speisekarte erstellen kann eine größere Herausforderung sein als man denkt. Hierbei kann man in zahlreiche Fettnäpfchen treten, die am Ende teuer und ärgerlich werden können. Damit deine Gastronomie mit einer idealen Speisekarte ausgestattet ist, musst du bei der Erstellung auf 4 Schritte achten:

  • Aufbau der Menükarte
  • Design
  • Preise
  • Kennzeichnungspflicht

1# Aufbau der Menükarte

Ein wichtiger Schritt bei der Erstellung der Speisekarte ist der Aufbau. Überleg dir hierbei zunächst, welche Speisen du anbieten möchtest. In der Regel bedeuten mehr Gerichte, mehr Aufwand. Die Frage ist, wie viele Speisen dein Küchenpersonal in Stoßzeiten herstellen können.

Weiter musst du dich entscheiden, ob du eine Hauptkarte anbietest und zusätzlich auch eine …

  • … Tageskarte
  • … saisonale Speisekarte
  • … Dessertkarte

Eine generelle Ideallösung gibt es hierbei nicht. Zum einen ist die Art der Karte(n) Geschmackssache und zum anderen hängt dies von den angebotenen Gerichten und dem Angebot ab. So ist beispielsweise eine wechselnde Speisekarte beim Italiener, wegen den gleichbleibenden Gerichten eher unüblich, während bei einer regionalen deutschen Küche eine Tageskarte ein weitverbreiteter Standard ist.

Danach musst du dich für eine geeignete Anordnung der jeweiligen Speisen entscheiden. Hierzu kannst du verschiedene Kategorien sowie Unterkategorien wählen.

2# Klassisches oder modernes Design?

Das Design spielt bei der Speisekarte vielleicht die wichtigste Rolle. Die günstigsten Preise und eine große Vielfalt an Speisen können bei einer unansehnlichen Menükarte schnell in den Schatten rücken.  

Ob du ein klassisches oder modernes Design wählen solltest, hängt überwiegend von deiner Gastronomie ab.  Weiter sollte die Speisekarte resistent gegen Schmutz und Feuchtigkeit sein sowie widerstandsfähig, damit du die Karte leicht säubern kannst.

Das Cover für die Karte kannst du selbst erstellen, beispielsweise mit einem Tool wie Canva, die dir verschiedene Vorlagen zur Verfügung stellen oder du kannst dies an einen Grafikdesigner outsourcen. Diese Variante ist jedoch mit höheren Kosten verbunden.

Beim Drucken der Karten solltest du auch nicht jeden Cent zweimal umdrehen. Benutze zudem lieber hochwertigeres Bilderdruckpapier und eine höhere Druckqualität, damit du dir die doppelte Arbeit sparst.

Den Druckauftrag kannst du bei deiner hiesigen Druckerei oder Online im Internet in Auftrag geben. In der Regel sind Druckereien im Internet kostengünstiger, jedoch hast du vor Ort grundsätzlich eine bessere Beratung und kannst erst mal einen „Testdruck“ starten.

3# Die Preise deiner Speisekarte

Die Preise sind ein wichtiger Faktor für den Erfolg einer Gastronomie. Sind sie zu niedrig machst du keine Gewinne, sind die Preise auf der Speisekarte zu hoch, wirst du viele Gäste verlieren.

Wie ergibt sich nun der richtige Preis? Der sicherste Weg, um gewinnbringende Preise für deine Gerichte herauszufinden, ist die Erstellung einer Kosten- und Preiskalkulation. Zudem kannst du dich für die Preisfindung an …

  • … deiner Konkurrenz orientieren
  • … den Einkommensverhältnissen des Standorts richten

Natürlich spielen auch Faktoren wie die Qualität der Speisen und die Art deiner Gastronomie eine entscheidende Rolle.

4# Kennzeichnungspflicht auf der Speisekarte

Jede Speisekarte muss bestimmte Inhaltsstoffe der Speisen und Getränke kennzeichnen. Wer das vergisst, muss bei einer Kontrolle durch die Behörden mit empfindlichen Strafen rechnen.

Üblicherweise werden die Inhaltsstoffe, die ausgewiesen werden müssen, mit Fußnoten versehen und am unteren Ende oder auf der letzten Seite der Speisekarte vollständig beschrieben.

In unserem Artikel >>Kennzeichnungspflicht Speisekarte<< zeigen wir dir, welche Inhaltsstoffe unter dieser Pflicht fallen und wie du diese in deine Karte genau vermerken musst.

Worauf muss man bei der Erstellung der Speisekarte achten?

Deine Speisekarte sollte natürlich zum einen keine Rechtschreibfehler enthalten. Die Karte sollte deshalb vor dem drucken nochmals von mehreren Personen auf Fehler überprüft werden.

Zum anderen bist du als Gastronom verpflichtet, die (alte) Speisekarte aus steuerrechtlichen Gründen ein paar Jahre aufzubewahren. Hierbei reicht natürlich ein Exemplar. Weiter musst du alle Allergene auf der Speisekarte ordnungsgemäß kennzeichnen.

Digitale Speisekarte erstellen – Das musst du wissen!

Heutzutage bietet sich auch die Möglichkeit, eine digitale Speisekarte in sein Restaurant einzusetzen. Die Vorteile hierbei sind …

  • … schnellere Änderungsmöglichkeiten
  • … mehr Informationen (bspw. für Allergiker)
  • … kürzere Bestellzeiten
  • … mehr Komfort für die Gäste

Die Corona-Pandemie und daraus folgende Konsequenzen bezüglich Abstandsregeln und Hygieneregeln hat die Gastronomie umgewirbelt. Sicherheit für Angestellte und Gäste hat oberste Priorität. Eine digitale Speisekarte mit Bestellfunktion unterstützt dich dabei: Etwa, weil du schnell das Angebot in deiner digitalen Speisekarte schnell anpassen kannst, ohne gleich neue Karten drucken zu müssen.

Was braucht man für eine digitale Speisekarte?

Für den Einsatz einer digitalen Menükarte im Restaurant brauchen deine Gäste lediglich ein Smartphone, damit sie Speisen online bestellen können. Ein weiterer Vorteil: Der Vorgang ist kontaktlos und schützt Gäste wie Mitarbeiter vor einer potenziellen Ansteckung.

So funktioniert’s: Deine Gäste scannen einen QR-Code ein, geben ihre Bestellung auf und zahlen diese gleich online über SEPA-Lastschrift, mit Kreditkarte oder PayPal. Alle Bestellungen laufen zentral in einem System ein, Service und Küche müssen das Essen nur noch zubereiten bzw. an den Tisch bringen.

Wie erstellt man eine digitale Speisekarte?

Eine digitale Speisekarte ist in wenigen Minuten erstellt. Über eine Software kann eine Speisekarte mit den zugehörigen Gerichten und Getränken angelegt werden. Zudem kann die Speisekarte auf der Restaurant-Webseite eingebunden werden.

Fazit – Checkliste Speisekarte erstellen

Bevor du deine Speisekarte auf Papier bringen kannst, musst du …

  • … die Preise der Speisen und Getränke kalkulieren
  • … alle Allergene und relevanten Inhaltsstoffe kennzeichnen
  • … dich entscheiden wie du deine Menükarte aufbaust (Tageskarte, Wochenkarte, Dessertkarte, usw.)

Danach kannst du dich für ein geeignetes Cover entscheiden. Die Karte sollte zu der Art deines Restaurants passen und eine ausreichende Qualität aufweisen, damit sie einen längeren Gebrauch standhält.

Du kannst hierbei die Karte in Eigenregie gestalten, z. B. durch Tools wie Canva, die dir verschiedene Vorlagen bieten oder du kannst dich an einen professionellen Grafiker wenden, der die Gestaltung übernimmt.

Eine weitere Möglichkeit ist eine digitale Speisekarte in deinem Restaurant einzuführen. Dafür benötigen deine Gägste lediglich ein Smartphone und eine stabile Internetverbindung. Du kannst die digitale Menükarte auch ausschließlich auf deiner Webseite einbinden und im Restaurant auf eine handelsübliche Menükarte setzten. So können sich deine Gäste bereits vorab über dein Angebot an Speisen informieren.

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