Der neue Mindestlohn – Worauf Gastronomen jetzt achten müssen

Zum Jahresbeginn stehen wieder neue Gesetze für die Gastronomie an. Dazu gehört auch der Mindestlohn, welcher sich ab Januar erhöhen wird. Doch als Arbeitgeber ist man nicht nur verpflichtet den richtigen (Mindest-)Lohn auszuzahlen, sondern man muss auch andere bürokratische Hürden meistern. Welche das sind, erfährst du in unserem Artikel.

Mindestlohn

Seit einigen Jahren gibt es hier in Deutschland den Mindestlohn. Laut Mindestlohngesetz, soll der gesetzliche Mindestlohn alle zwei Jahre neu festgelegt werden.

Aktuell ist ein Arbeitgeber verpflichtet, seinen Mitarbeiter mindestens 8,84 Euro pro Stunde zu zahlen. Im kommenden Jahr steigt dieser auf 9,19. Rund 4% mehr musst du deinen Angestellten im Jahr 2019 bezahlen, sofern sie davon betroffen sind.

Ab 2020 steigt der Mindestlohn wiederum an, auf 9,35.

Was muss man als Mindestlohn zahlen

Welche Ausnahmen gibt es für den Mindestlohn?

Von dem Mindestlohn sind nicht alle Personengruppen betroffen. So gilt die Mindestlohnreglung nicht für Jugendliche unter 18 Jahre, die über keine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen.

Auch Auszubildende sind – unabhängig von ihrem Alter – vom Mindestlohn ausgeschlossen. Ebenso Praktikanten, die ein Pflichtpraktikum im Rahmen einer schulischen oder hochschulischen Ausbildung absolvieren und Praktikanten, die maximal 3 Monaten arbeiten, sind von der Regelung nicht betroffen.

Für Minijobber gilt die gleiche Regelung, jedoch gilt Brutto- ist gleich Nettolohn, d.h. es werden 8,84€ pro Stunde ausgezahlt.

Wie sind die Arbeitszeiten zu dokumentieren?

Der Arbeitgeber ist durch das Mindestlohngesetzt verpflichtet die Arbeitszeiten der Mitarbeiter nachvollziehbar zu dokumentieren.

Die Arbeitszeiterfassung muss in schriftlicher Form die Anfangs- sowie Endzeiten, Dauer und die Pausen des kompletten Arbeitstages beinhalten. Eine einfache Aufbewahrung der Dienstpläne reicht hier nicht aus!

Welche Folgen bringen Verstöße mit sich?

Wer gegen die Regelung verstößt wird grundsätzlich bestraft, dabei spielt es zunächst keine Rolle, ob der Verstoß wissentlich oder unwissentlich begangen wurde.

Bei einer Kontrolle müssen nicht nur die ausgezahlten Löhne nachweisbar sein, sondern auch die Arbeitszeiten. Gibt es hier Ungereimtheiten oder fehlende Dokumentationen, dann droht ein Bußgeldverfahren. Dies solltest du ernst nehmen, denn Kontrollen können dich stets erwarten, da sie nicht ankündigungspflichtig sind.

Insbesondere die Gastronomie- und Hotelbranche betreffen solche  Kontrollen häufig.

Die Höhe des Bußgeldes ist in etwa: gezahlter (Mindest-)lohn * 2 + 30 Prozent = Bußgeld.

Stellen die Kontrolleure fest, dass mit Vorsatz gehandelt wurde, dann können sich die zu zahlenden Bußgelder mehr als verdoppeln.

Fazit

In der Regel erhöht sich der Mindestlohn alle zwei Jahre. Zum kommenden Jahr 2019 steigt der Mindestlohn um 4% auf 9,19%.

Da in der Gastronomie gern und oft kontrolliert wird, ist es wichtig, dass du alle Arbeitszeiten ordnungsgemäß dokumentierst, sonst läufst du Gefahr Bußgeld zahlen zu müssen.

In unserem Artikel zum Thema Einstellen von Mitarbeiter in der Gastronomie, findest du weitere wertvolle Informationen, die für dich als Arbeitgeber wichtig sind.

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