Standortanalyse richtig durchführen – Wo gehört mein Restaurant wirklich hin?

Patrick Schady
Freitag, der 21. September 2018


Die Wahl des Standorts ist für jeden Gastronom zu Beginn der Selbstständigkeit eine – wenn nicht sogar die wichtigste – Frage. Dabei ist oft der kleinste Balanceakt entscheidend, wenn es heißt: Erfolg oder Misserfolg?

Du fürchtest den Misserfolg? Kein Grund gleich aufzugeben. Mit der Standortanalyse kannst du dein Risiko minimieren. Denn Erfolg ist Sache der Planung, nicht des Glücks.

Deswegen haben wir für dich eine kleine Liste zusammengestellt. Auf diese Weise bist du bei deiner Standortanalyse auf alles vorbereitet.

1# Nachfragepotenzial

Grundsätzlich ist es zunächst wichtig, die Nachfrage am gewünschten Standort zu analysieren. Dabei sollte die Einwohnerzahl im Einzugsgebiet sowie im Umkreis in die Analyse mit einbezogen werden. Doch nur weil viele Bewohner in deinem Wunschgebiet hausen, bedeutet das nicht gleich, dass sie auch zu deiner Zielgruppe gehören. In sozial- und einkommensschwachen Gebieten ist die Kaufkraft in der Regel sehr gering. In diesem Fall solltest du dich fragen: Was bringt mir eine hohe Bewohnerdichte, wenn sich niemand mein Restaurant leisten kann?

Zusätzlich sollte geprüft werden, ob das Konzept des geplanten Restaurants zu den Lebensumständen der Menschen am Standort passt. Ein Restaurant, das auf ein starkes Mittagsgeschäft in einer Gegend setzt wo hauptsächlich Berufspendler wohnen, wird kaum erfolgreich sein.

2# Konkurrenzsituation

Konkurrenz kann das Geschäft beleben aber auch enorm schaden.

Schau dir an, wie es deine Konkurrenz anstellt. Was machen sie gut oder besser als du? Wie viele Konkurrenten befinden sich in deinem Einzugsgebiet? Ist dein Angebot besser (Preis/Leistungsverhältnis)? Warum sollen die Gäste in dein Lokal? Sprich, wie grenzt du dich von deiner Konkurrenz ab? Was wollen deine Gäste? Was ist der aktuelle Trend/ Wo entwickelt sich der Trend hin?

Sei bei diesen Fragen sehr kritisch und rational, nur so kannst du sicherstellen, ob der Standort für dein Gastronomiebetrieb geeignet ist.

3# Räumlichkeiten

Eine positive Nachfrage ist leider nicht automatisch der Schlüssel zum Erfolg. Wie sieht es mit dem Platzangebot aus? Hast du genug Platz in der Zukunft, wenn (viel) mehr Gäste in dein Haus kommen? Sind genügend Lagermöglichkeiten vorhanden? Bietet der Standort ausreichend Parkplätze? Sofern du nämlich nicht direkt in der Innenstadt dein Lokal errichtest, musst du mit Gästen von außerhalb rechnen.  

4# Lage

Die Lage ist oftmals ein entscheidendes Kriterium bei der Standortanalyse. Du solltest hierbei beachten, ob sich der gewünschte Standort in der Nähe von Frequenzbringern befindet. Frequenzbringer sind bspw. Supermärkte, U-Bahnstationen, Bildungseinrichtungen, Behörden usw. .

In der Regel sind dort die Mietpreise, Konkurrenzsituation und Nachfrage deutlich höher. Mit gutem Marketing sowie einem hervorragenden Preis/Leistungsverhältnis, kann man jedoch auch bei diesem Standort erfolgreich sein.

5# Staatliche und behördliche Auflagen

Immer wieder werden bei der Standortanalyse die staatlichen oder behördlichen Auflagen außer Acht gelassen, dabei können diese viel Ärger und finanzielle Einbußen bereiten. Denke deswegen unter anderem auf Sperrzeiten (am Wochenende), mögliche Lärmeinschränkungen, Genehmigungen und Denkmalschutz – sofern du größere Veränderungen in deinem Lokal planst.

6# Image des Standortes

Der Image des Standortes ist nicht immer gleich eindeutig. Falls du beispielsweise deine zukünftigen Räumlichkeiten am Vormittag besichtigst, kann es sein, dass der Standort einen guten Eindruck hinterlässt. Doch wie sieht es zu anderen Zeiten oder am Wochenende aus? Halten sich dort andere Personengruppen auf, die fürs Image schädlich sind und dir somit deine Kundschaft vergraulen können?

Frage hierzu am besten ein paar Anwohner und betreibe Recherche im Internet, so bist du auf der sicheren Seite was das Image betrifft.

7# Blick in die Zukunft

Der Blick bei vielen Gastronomen ist meist viel zu kurzsichtig. Bei einer Standortanalyse ist es zwar gut und richtig die aktuelle Lage zu betrachten, doch der eigene Gastronomiebetrieb soll auch zukünftig Bestand haben. Deshalb ist langfristig Denken auch notwendig. Frage dich am besten selbst: Wie könnte sich der Markt entwickeln? Wird die Konkurrenz größer? Könnte die Bewohneranzahl am Standort wachsen oder wird sie eher abnehmen, aufgrund von höheren Mietpreisen?

 

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