Marketing – So geht Erfolg in der Gastro

Patrick Schady
Dienstag, der 9. Oktober 2018


Marketing spielt für die meisten Gastronomen im Alltag nur eine untergeordnete Rolle. Viele verlassen sich auf reine Mundpropaganda oder einfach darauf, dass ihr Geschäft von “außen” an der Straße irgendwie gesehen wird. Dumm nur, dass über 80 Prozent der Gäste heute ein Smartphone oder Tablet nutzen, um sich vorab über Restaurants, Bars oder Cafés zu informieren. Wie wird man in diesem Online-Jungle gefunden?

Wenn Gastronomen auf Werbemittel zurückgreifen handelt sich oft um Flyer, die im direkten Umkreis der Gastronomie verteilt werden oder um kleine Werbeanzeigen einer regionalen Tageszeitung. Funktionieren können diese traditionellen Mittel durchaus – doch ihr Erfolg ist nur sehr schwer messbar. Schnell sind mehrere hundert oder sogar tausend Euro für ein Werbemittel ausgegeben, ohne dass nennenswerte Erfolge zu erkennen sind.

Mit einer gut durchdachten Marketingstrategie steigt hingegen die Wahrscheinlichkeit überregional bekannt zu werden und somit konstant ein volle Hütte haben. Doch zuallererst muss man wissen, was heutzutage im Marketing möglich ist und wie man es selbst, für sein eigenes Unternehmen anwenden kann.

Klassisches Marketing vs. Online Marketing

Zuallererst muss man erwähnen, dass beide Marketingarten ihre Berechtigung haben und für den Gastronom wichtig sein können.

Unter klassischem Marketing versteht man Werbeanzeigen in Zeitungen, Plakatwerbung, Flyer, Tv/Radio-Spots usw.

Alles, was nicht im Internet „passiert” gehört dazu. Werbeanzeigen auf Internetseiten, auf Google oder in anderen Suchmaschinen zählen hingegen zum Online Marketing. Genauso wie Texte und Bilder, die in Sozialen Medien platziert werden oder informative E-Mails (Newsletter).

Zielgruppe

Der erste und wichtigste Schritt einer erfolgreichen Marketingstrategie ist es, seine Zielgruppe genau zu definieren. Nur wer ein genaues Bild seiner Gäste hat, wird langfristig erfolgreich sein. Möchtest du überwiegend Privatleute in deinen Lokal haben, die als Paar, Gruppe oder Familie zu dir kommen oder legst du deinen Fokus auf eher Berufstätige, die zur Mittagszeit dein Restaurant aufsuchen?

Sind Schulen oder eine Universität in der Nähe, kannst du eventuell jüngere Leute anvisieren. Um deine Zielgruppe zu bestimmten ist es zudem wichtig zu wissen, wie hoch die Kaufkraft an deinem Standort ist. Hier lohnt sich anderer Anbieter in deiner Nähe zu besuchen und ihre Preise zu vergleichen.

Es ist ebenfalls von Bedeutung, wo sich dein Restaurant befindet. Ist es in einem Gewerbegebiet, mitten in der Stadt oder in einem sozial schwachen Milieu?  Setzt du auf Laufkundschaft oder eher auf Stammkunden?

Nimm dir Zeit für die Findung deiner Zielgruppe. Denn all diese Kriterien haben eine große Auswirkungen auf den Erfolg deiner Gastronomie.

 

Marketingplan und Ziele

Nachdem du dich mit deiner Zielgruppe auseinandergesetzt hast, erstellst am besten einen möglichst genau Plan, wie du auf deine Gastronomie aufmerksam machen möchtest und deine Kunden gewinnen willst. Wie viel Geld möchtest du bzw. kannst du ausgeben, um deine Zielgruppe mit Werbung zu erreichen und wie oft soll deine Werbung gezeigt werden?

Sei bei deinem Werbebudget nicht zu sparsam. Kalkuliere realistisch und gebe nur das aus, was du ausgeben kannst, damit du nicht in einer finanziellen Schieflage gerätst.

Vor allem bei Neueröffnungen solltest du mit einem größeren Werbebudget planen.

Deine Marketingziele definierst du anhand deiner Zielgruppe und deiner eigenen Möglichkeiten. Dazu zählen deine Erfahrung im Marketing, wie viel Geld und Zeit du für Werbemaßnahmen aufbringen kannst.

Anhand dieser beiden Kriterien, weißt du nun, wer deine Kunden sind und mit welchen Mitteln du sie akquirieren kannst.

Jetzt kannst du bspw. als Marketingziel angeben: “Ich will Arbeitnehmer, die zur Mittagszeit essen gehen, für mein Restaurant gewinnen. Diese sind 25 – 50 Jahre alt und arbeiten im Büro. Sie verdienen i.d.R. ein durchschnittliches Gehalt und arbeiten von 8-17 Uhr.“

Du kannst deine verbale Zieldefinition noch weiter ausbauen. Umso detaillierter es ist, umso einfach wird es später für dich, diese “Daten” für deine Werbemaßnahmen zu verwenden.

 

Welche Marketingkanäle solltest du nutzen?

Du kennst nun deine Zielgruppe, hast einen Marketingplan aufgestellt und deine Ziele dargelegt. Jetzt musst du dich nur noch entscheiden, welche Marketingkanäle du nutzen willst.

Als Gastronom, hast du generell die Möglichkeit beide Marketingkanäle (Klassisches- und Online Marketing) zu verwenden.

Je nach deiner Lage, sprich wo sich dein Gastronomiebetrieb befindet, bietet sich einer der beiden Kanäle mehr oder weniger an.

Bspw. bietet sich Online Marketing grundsätzlich in größeren Städten an. In kleineren ländlichen Regionen mit einer geringen Einwohnerzahl, sollte man auf klassische Werbemaßnahmen setzen. Ausnahmen gibt es immer wieder, diese müssen jedoch individuell entschieden werden. In diesem Fall jedoch, würde der Gastronom verstärkt auf Flyer, Plakat und Mund-zu-Mund Propaganda Werbung setzen.

Befindet sich dein Restaurant in einer größeren Region oder Stadt, dann solltest du verstärkt auf Online Marketing setzen. Über Facebook, Instagram und Google kannst du in nur kurzer Zeit Werbeanzeigen erstellen.

Generell solltest du als Gastronom in den Sozialen Medien vertreten sein.  Eine Seite bei Facebook ist sehr schnell erstellt und gehört heute zum absoluten Standard, egal ob du in einer Klein- oder Großstadt beheimatet bist. Nimm dir anschließend regelmäßig Zeit, deine Profile in den Sozialen Medien mit frischen Inhalten zu pflegen.

 

Fehler, die man unbedingt vermeiden sollte

Zu schnell sein Budget ausgeben

Wenn man seine Werbeanzeigen erstellt, sollte man nicht vergessen, das Tagesbudget festzulegen. Du willst ja, dass deine Werbeanzeigen kontinuierlich laufen. Falls du diese Option vergisst, kann es sein, dass deine Werbeanzeigen in einer Woche extrem oft ausgespielt werden, so dass dein Werbebudget verbraucht ist.

 

Teste deine Werbeanzeigen

Nicht alles läuft immer so, wie man es sich wünscht! Deshalb teste deine Werbeanzeigen. Starte mit einem kleinen Budget von 10-20 €. Damit kannst du bspw. auf Facebook gut 1000 Personen erreichen. Wenn deine Werbeanzeige gut ankommt, kannst du das Budget dafür erhöhen.

 

Nicht zu viel auf einmal

Ein Satz, den man immer wieder hört, doch man kann ihn nicht oft genug sagen. Auch beim Marketing kann man sich große Ziele setzen, doch sollte man sie Schrittweise angehen und erfüllen. Konzentriere dich auf ein Ziel und erst wenn du es erreicht hast, gehe zum nächsten über.

 

Tipps

Wer noch keine Erfahrung im Online Marketing hat, für den ist es zunächst einmal schwierig, eine eigene erfolgreiche Kampagne auf die Beine zu stellen.

Kurzfristig macht es vielleicht Sinn, sein Marketing an einen Externen weiterzugeben, doch dies ist i.d.R. recht kostspielig.

Du brauchst für dein Restaurant nicht nur am Anfang ein funktionierendes Marketing(konzept), sondern auch über die Jahre hinaus. Deshalb ist es vorteilhaft, sich damit auseinanderzusetzen. So kannst du langjährig gesehen viel Geld sparen und in nur kurzer Zeit völlig allein erfolgreiche Werbeanzeigen erstellen.

 

Resümee

Online Marketing ist für den Erfolg eines Betriebes heutzutage nicht mehr wegzudenken. Jeder Gastronom sollte darüber hinaus in den Social Media aktiv sein und seine Online Präsenz regelmäßig pflegen. Eine eigene Internetseite im Web und auf Facebook sind zwingend notwendig für das Marketing und dein Image.

Die Kombination aus Klassischem Marketing und Online Marketing bietet dem Gastronom viele Möglichkeiten neue Gäste zu gewinnen. Dies erreichst du mit der richtigen Zielgruppenbestimmung, Planung und Strategie.

 

Ein Artikel von Patrick Schady

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