Der Unterschied zwischen vielbeschäftigten und produktiven Menschen

Robert Hofmann
Freitag, der 25. Mai 2018


Menschen können viel schaffen. Aber das heißt nicht, dass sie Großes schaffen und erfolgreich sind, in dem, was sie tun. Denn es gibt zwei Arten des Arbeitens: Das Produktivsein und das Beschäftigtsein. Beides schafft die Arbeit weg, aber nur eins lässt gute Arbeit leisten.

Als Chef sieht man viele Arten des Arbeitens. Es gibt die Fleißigen und die Faulen. Diejenigen, die jede Aufgabe an sich reißen und diejenigen, die sich in der Küche verstecken, wenn viele Gäste im Restaurant sind. Es gibt die, die jede Aufgabe übernehmen, die meisten davon aber nur oberflächlich erledigen. Und dann sind da die, die zwar nicht alles machen wollen, aber offen gegenüber Arbeit sind und das, was sie übernehmen, hervorragend erledigen. Das sind produktive Menschen. Man kann lernen, von einem vielbeschäftigten, mithin überforderten Arbeiter zu einem produktiven zu werden. Du solltest Dich deshalb fragen: Welcher Typ bist Du?

Hier die Checklist – die Du auch als Anregung verstehen darfst:

  1. Beschäftigte Leute wollen immer mehr zu tun haben. Produktive Menschen halbieren ihre To-Do-Liste

Weniger ist mehr. Eine Formel, die simpel klingt aber für den vielbeschäftigten Menschen unlösbar scheint. Er versucht, seine To-Do-Liste bis zum Anschlag zu füllen, um diese dann an seinem Achtstundentag abzuarbeiten. Den Großteil der Aufgaben verschiebt er abends auf den nächsten Tag. Seine To-Do-Liste war zu voll. So läuft er wochenlang den Aufgaben vergangener Tage hinterher und konzentriert sich nicht auf die Aufgaben, die akut anfallen.
Produktive Leute schauen sich die Aufgaben eines Tages an, überlegen, welche wichtig sind, und erledigen diese mit voller Konzentration.

Vielbeschäftigte Menschen wollen jede Aufgabe an sich reißen. Produktive Leute aber fragen sich: Ist das dringend? Oder wichtig?

Jeden Tag kommen Menschen auf Dich zu, die meinen, dass eine Aufgabe gerade keine Sekunde mehr warten könne. Meistens ist das Quatsch. Du hast den Überblick, Du kennst Dein Restaurant und weißt, was wirklich wichtig ist.
Natürlich kannst Du alles sofort erledigen, nur verlierst Du dann die wirklich wichtigen Dinge aus dem Auge. Entscheide selbst und entscheide bedacht, was wichtig für Dich und Dein Restaurant ist. Dann widme diesen Aufgaben Deine Zeit – und teile sie nicht in tausend kleine Einheiten.

Vielbeschäftige Menschen sind immer abgelenkt, produktive haben einen System

Menschen, die immer beschäftigt sind, haben sich häufig Dinge angewöhnt, die die Produktivität zerstören müssen. Immer wieder schauen sie aufs Handy, immer wieder lesen sie E-Mails oder fragen in der Küche, ob sie helfen können. Immer wieder lassen sie sich ablenken. Sie werden immer langsamer.
Produktive Menschen aber machen sich ein System. Sie überlegen sich vorher, wann sie wie viel Zeit für die Beantwortung von E-Mails einplanen oder wann sie auf entgangene Anrufe reagieren möchten. So schaffen sie viel mehr, als wenn sie sich ständig verzetteln – auch langfristig, weil diese Gewohnheiten sich auch auf die kognitiven Fähigkeiten niederschlagen.

Vielbeschäftige Menschen machen Multitasking, produktive konzentrieren sich auf eine Aufgabe

Vielbeschäftigte Leute erledigen 20 Dinge parallel. Sie beantworten Mails, sie machen die Buchführung und schauen im Internet nach neuem Mobiliar.
Produktive Leute machen das, was wichtig ist und nur das. Wenn sie sehen, dass es eine eher nebensächliche Aufgabe gibt, die sie gemeinsam mit einer wichtigen erledigen können, tun sie das. Sie hören auf dem Weg zum Großmarkt den neuen Podcast oder bestellen das Mobiliar, während sie E-Mails beantworten.

Vielbeschäftige Menschen wollen alles einmal ausprobieren, produktive wissen, wann es reicht

Vielbeschäftigte Menschen haben tausend Pläne, Wünsche und Ziele im Leben. Sie wollen im Ausland leben und die südamerikanische Küche perfektionieren. Sie wollen wissen, wie man ein Magazin erstellt und auf Social Media erfolgreich wird. Und all das sind tolle Dinge, von denen es sich lohnen würde, wenn man sie beherrschte.
Aber irgendwann ist der Zug abgefahren. Dann muss man sich entscheiden, was wirklich wichtig ist. Und wenn man alle Ziele gleichzeitig verfolgt, kann man sich auf keines so richtig konzentrieren – und erreicht am Ende auch keins davon. Produktive Menschen wissen, was sie wirklich wollen und schmeißen andere Dinge über Bord.

Vielbeschäftigte Menschen arbeiten durchgehend, produktive machen auch mal eine Pause

Pausen kennt der vielbeschäftigte Mensch nicht. Er hasst Pausen. Pausen sind für ihn Zeitverschwendung, mit der er nichts anfangen kann. Er hat auch zu viel zu tun, als dass er sich eine Pause erlauben könnte. Pausen, so denkt er, sind für Menschen, die prokrastinieren.
Produktive Menschen hingegen wissen, dass Pausen nicht nur Selbstzweck sind. Sie haben einen Sinn. Danach sind sie frischer im Kopf, wacher und konzentrierter. Außerdem sind sie motivierter. Der Spaß an der Arbeit kommt bei ihnen nicht zu kurz – was wiederum die vielbeschäftigten Menschen neidisch macht.
Deswegen mach mal eine Pause. Geh raus, ein bisschen spazieren. Krieg den Kopf frei. Hör eine halbe Stunde Musik, die Dich glücklich macht. Denn Dein Gehirn ist aktiver und funktionsfähiger, wenn es sich nach Stunden der Arbeit ein wenig erholen konnte.
Und jetzt: Überleg Dir, welche der erwähnten Verhaltensweisen auf Dich zutreffen. Und jetzt überleg, welche Du abstreifen kannst. Denn im Prinzip kann jeder Mensch von einem vielbeschäftigten zu einem produktiven werden. Er muss nur wollen.

 
 
 
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